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„Mir“ läuft die Zeit weg… :-(

In der aktuellen Woche veröffentlichte die NewYorkTimes jeden Tag einen neuen Artikel in dem die Unvernunft des Cannabisverbotes dokumentiert wird.

Hier finden sich das englischsprachige Original.

Hier und Hier und Hier ein paar Deutschsprachige Meldungen dazu.

Grob zusammengefasst spricht sich die bedeutenste Zeitung der USA jetzt eineindeutig für einen legalen/regulierten Umgang mit Cannabis aus. Gut so…!

ABER!

Welches Legalisierungs/Regulierungsmodell erwartet uns aus den USA?
Der Staat vergibt an private  Firmen Anbaulizenzen – diese dürfen ihre Ware an, ebenfalls privat lizensierte, Abgabestellen weiterverkaufen.
Die Abgabestellen wiederum dürfen, unter Beachtung gewisser Jugendschutzbestimmungen, an jedermann verkaufen.
Aufgrund von „Selbstauskünften“ der Produzenten und Abgabestellen bekommt der Staat, wie bei allen andereren Waren die privatwirtschaftlich hergestellt werden, die entsprechenden Abgaben und Steuern. Als Kontrollmechanismen dienen einzig Lieferscheine, Rechnungen, etc.

Wir alle kennen diesen Herstellungs- und Vertriebsweg schon von legalen Alkoholika, Dort ist allen Produzenten und Abgabestellen daran gelegen einen möglichst hohen Umsatz und letztendlich privaten Gewinn zu generieren. Wieso das bei Cannabis anders sein sollte, bzw. warum ein ähnlicher Weg für Cannabis auch gut sein sollte, ist mir völlig schleierhaft!

Das Regulierungsmodell wie ich es für die DG vorschlage lässt weder Raum für diese Form der Kommerzialisierung noch werden Kinder und Jugendliche visuell in die Lage versetzt den Konsum oder Handel von Cannabis als normal zu empfinden. Cannabis in Supermärkten, Tankstellen oder an anderen Orten zu denen Kinder Zugang wird es mit mir nie geben!

Liebe Mitbürger, Politik, Justiz und Polizei!
Bitte helfen sie mit auf Basis existenter Regeln schon jetzt ein zukunftsträchtiges System zu entwickeln, bzw. zuzulassen welches:
– der nicht konsumierenden Gesellschaft keinen Schaden zufügt
– den Konsumenten genügend „Komfort“ und Qualität bietet
– der Mafia keinen Markt lässt

Wenn wir warten bis die internationale Entwicklung uns ein Legalisierungssystem aufs Auge drückt werden wir etwas bekommen was wir, als zu >90% nicht kiffende Gesellschaft, eigentlich SO NICHT woll(t)en!
Wir wollen das unsere Kinder bestmöglich geschützt sind und das die Gewinne nicht ins kriminelle Milieu abfließen. Alles darüber hinaus ist eigentlich nicht im Gesamtgesellschaftlichen Interesse!

Ich habe mehr Ahnung von der Materie als Polizei, Justiz, Gesellschaft, Politik, aber auch die Konsumenten können mir nicht das Wasser reichen! Das ist vermessen – JA… vielleicht! In jeder „Einzeldisziplin“ werde ich auch ganz bestimmt meinen Meister finden – in der Summe aber bin ich einer von sehr wenigen Menschen, die die gesamte Bandbreite dessen was im Moment geschieht überhaupt einigermaßen überblicken können und NICHT „den Kiffern“ das „Paradies“ oder sich selbst eine Goldgrube organisieren wollen.
Wenn „die DG“ sich meiner Erfahrungen und Einschätzungen nicht bedient wäre das definitiv dumm!

Ich werde meine Blog-Aktivität jetzt bis zu einem Gespräch mit der Grenzechoredaktion und dem Versuch des persönlichen Kontaktes zu André Desenfants und Andrea Tilgenkamp ruhen lassen.
Der Weg mit der Gesellschaft im Rücken auf Politik und Justitz zuzugehen ist viel zu langwierig… Dirko und Prokurator sind viel näher am Geschehen, kennen die wahren Fakten viel besser und besitzen im Zweifel auch die entscheidenden Befugnisse!

 

Erste Eckdaten

Einige Eckdaten meines geplanten Regulierungsmodells für die Deutschsprachige Gemeinschaft basierend auf dieser Richtlinie vom 25.01.2005.

Ein Notar verwaltet die Personengebundenen, für eine Pflanze gültigen, Lizenzen. Die Zuordnung von Lizenznummer zur realen Person kann nur bei diesem Notar erfolgen.

Personen ab dem vollendeten 21. Lebensjahr erhalten eine „volle Lizenz“. Junge Erwachsene zwischen dem vollendeten 18. und 21. Lebensjahr erhalten eine „1/3 Lizenz“. Die Inhaber einer Volllizenz können maximal 3 Gramm täglich beziehen, die Inhaber einer Drittellizenz dementsprechend max. 1 Gramm täglich.

Im Anbaubetrieb wird für jede Volllizenz und je angefangene drei Drittellizenzen maximal eine Pflanze angebaut oder geerntet oder getrocknet oder für die Abgabe vorgehalten. Eine Pflanze gilt erst dann als nicht mehr existierend, wenn von der Abgabestelle der vollständige Verbrauch gemeldet wird – erst dann darf der Anbaubetrieb einen neuen Setzling erzeugen oder Samen einpflanzen.
Anbaubetrieb, Abgabestelle, Prokurat und Polizei besitzen tagesaktuelle Informationen über die gültigen Lizenznummern. Polizei, Prokurat und Abgabestellen besitzen jederzeit die Möglichkeit eine Lizenz für ungültig zu erklären. Unabhängig davon ob diese Ungültigkeit zeitlich befristet oder dauerhaft sein wird muss der Anbaubetrieb daraufhin eine Pflanze vernichten. Pflanzen welche auf Basis  von Drittellizenzen angebaut werden müssen erst bei erlöschen der letzten Lizenz vernichtet werden.

Die Örtlichkeit des Anbaubetriebes ist nicht Öffentlich. Oberste Schlüsselgewalt und Vetorecht bzgl. der dort arbeitenden Personen besitzen Polizei und Prokurat. Alle Bereiche des Anbaubetriebes werden der Polizei sowohl Visuell als auch technisch Remoteadministrierbar vollumfänglich 24/7 zur Verfügung gestellt.

Der gesamte Prozess vom Anbau bis zur Abgabe sollte wissenschaftlich und soziologisch von einer interessierten Universität begleitet werden. Wenn die Polizei die Möglichkeiten zur forensischen Erfahrungserweiterung nicht nutzen würde wäre sie selbst Schuld.

Eigentlich sollte man jetzt schon recht deutlich erkennen, das ich keinen Cannabis Social Club gründen will, der irgendwie am Rand der Duldungsmöglichkeiten funktioniert und ähnlich wie Trekt Uw Plant mehr vor Gericht prozessieren muss als das er seinen Mitgliedern eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten könnte – aber nur die Kontinuität ist es, die der Organisierten Kriminalität auch wirklich das Wasser abgraben könnte. Das brechen oder auch nur beugen von Gesetzen, ist mir absolut fern – denn das was ich vorschlage bekommt so oder ähnlich irgendwann sowieso den breiten „Segen“ von Gesellschaft, Prokurat, Polizei und den Konsumenten… das ist sicher. Die Frage wird dann nur sein ob die DG bis dahin diese Gelder und Arbeitsplätze der Organisierten Kriminalität oder den Steuern zahlenden Bürgern gegeben hat. Ob die DG fremde Technik und Know How dann importieren muss – oder ob die DG dann Know How und Technik exportieren kann.

Die Regeln für Cannabis in Belgien

Gemeinsame Richtlinie der Ministerin der Justiz und des Kollegiums der Generalprokuratoren über die Feststellung, Registrierung und Verfolgung von Verstößen in Sachen Cannabisbesitz.

Das ist die Basis auf derer ich glaube eines der vernünftigsen Regulierungsmodelle, welches innerhalb eines existierenden Rechtsrahmens realisiert werden kann, für die DG und damit Beispielhaft für ganz Belgien anbieten zu können.

Trekt Uw Plant oder der MamboSocialClub versuchen auch auf dieser Rechtsbasis eine Versorgung ihrer Mitglieder zu organisieren.
Ich habe sehr viele Kritikpunkte an deren Form mit unserer Gesetzgebung umzugehen und lehne diese rein Konsumentenorganisierte Form von CannabisSocialClubs strikt ab. Wo bleibt der Staat? Wo bleibt die Öffentlichkeit? Wo sind die Kontrollinstanzen?

Ich werde ein Modellprojekt für Ostbelgien vorschlagen, bei dem der erste Samen erst gesät wird, nachdem Öffentlichkeit, Konsumenten, Politik, Prokurator und Polizeizone ihren Segen gegeben haben.

Zentraler Gewinner dieses Systems wird die nicht Cannabis konsumierende Bevölkerung sein. Ein massiv vermindertes Cannabisangebot für Minderjährige und garantierte Umleitung aller Gewinne, in Projekte von Gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Um welche Beträge es da in etwa geht kann man hier erahnen, wobei man bei diesen Zahlen bedenken muss, das der Staat dort „nur“ durch Steuern beteiligt ist. Von den produktiven Gewinnen hingegen sieht die Gesellschaft nur wenig – das lässt sich besser organisieren!

Link

Wie der Staat Millionen mit Drogen verdient – STERN.

134 Millionen geschätzte Steuereinnahmen in den nächsten 12 Monaten.
Rund 40 Millionen Ersparniss bei der Kriminalitätsbekämpfung.
10.000 Arbeitsplätze.
Deutlich sinkende Kriminalitätsrate.

Colorado hat halb so viele Einwohner wie Belgien und 1/16 der Einwohner Deutschlands. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wiederum leben 1,5% der Einwohner Colorados.
Eine 1:1 Umrechnung der Werte aus den USA, incl. Umrechnung in Euro ergäbe:

Belgien: 178 Millionen Steuern, 60 Millionen Strafverfolgungsersparnis, 20.000 neue Arbeitsplätze.

DG: 1,5 Millionen Steuern, 450.000 Strafverfolgungsersparnis, 150 neue Arbeitsplätze.

Deutschland: 1,6 Milliarden Steuern, 960 Millionen Strafverfolgungsersparnis, 160.000 neue Arbeitsplätze.

Man darf nicht vergessen, das derzeit alle Werte,  die in der Summe deutlich über den oben genannten Beträgen liegen, unversteuert in die Hände krimineller Organisationen fließen.