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Grenzecho – Interview(s) 22.12.2014

Ich bin sehr froh, den Artikel in Gänze auch den Nichtabbonenten des Grenzechos zur Verfügung stellen zu dürfen:

So wird die DG zum Kifferparadies1_0von2So wird die DG zum Kifferparadies1_1von2 So wird die DG zum Kifferparadies 2von2

Abgesehen von der Verwendung des Begriffes „Kifferparadies“ ist der Inhalt des Interviews ziemlich gut rüber gebracht worden.

Das zweite Interview, bzw. meine zweite Initiative hat es leider nicht in die Druckausgabe geschafft… aber in den Onlineteil – und auch da bin ich wirklich dankbar für!

OnlineInterview1_Seite_1
OnlineInterview1_Seite_2

Hier der Link zum Original… da wird der erfragte Kritikfall gleich im Kommentarbereich ausprobiert… 😉

(Wie) will ich mich interviewen lassen? – Offene Antwort

Ein Teil der ostbelgischen Medien ist auf mich aufmerksam geworden. Dazu folgendes Zitat aus der letzten Mail des „Mediums“:

Unser Interesse an einem Interview ist in erster Linie geweckt worden, weil sie einen interessanten Vorschlag (Legalisierung von Cannabis in  der DG) gemacht haben, damit die DG mehr Einnahmen verbuchen könnte.

Zuvor fragte man meine grundsätzliche Bereitschaft zu einem Interview an, worauf ich folgendes antwortete:

Ein ganz klares Ja! Aber… ich würde das gerne im „Umfeld“ meiner Bewerbung für den „Roger Bosten Fonds“ siehe auch mein Kommentar http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=0f73f92a-dcf8-4a0a-8742-c4b728961fd4&mode=all&arv=1 erledigen können… Sobald ich mein Bewerbungskonzept verschriftlicht habe seid ihr die ersten die es zu lesen bekommen – das wird dann auch ein guter und würdiger „Aufhänger“ für ein Interview sein.

Da ich ja noch nie einen wirklichen Vorschlag zur „LEGALISIERUNG von Cannabis in der DG“ gemacht habe – sondern nur einen Weg beschreibe – wie innerhalb des existierenden Verbotes und der zusätzlich geltenden Duldungsregeln die Gewinne der Organisierten Kriminalität zu Gunsten der Bevölkerung umgeleitet werden könnten – scheint also auch bei denen die mich interviewen wollen noch ein gewisses Verständnis- oder Informationsdefizit vorzuliegen ;-). Nicht nur dieses Missverständnis möchte ich mit meinem Konzept zu der „Roger Bosten Fonds Ausschreibung“ ausräumen – bevor die Zeit für weitergehende Schritte gekommen sein wird.

Da ich den Rahmen, mit dem ich mich für den „Roger Bosten Fonds“ bewerben will aber noch überhaupt nicht veröffentlicht habe muss ich das hier jetzt mal „schnell“ nachholen:

Folgender Auszug aus oben bereits verlinktem GE-Artikel trifft bei mir natürlich mitten ins Schwarze:

Im Fokus sollten dieses Mal folgende Themen stehen: Prävention und Bekämpfung von Drogen- und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen,…

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass der Kern aller Drogenprobleme in zwei Dingen zu suchen ist.
A) Ungenügende Aufklärung.
B) Fehlende bzw. mangelhafte staatliche Regulierung.

Ohne im Vorfeld die nötige Aufklärung geleistet zu haben ist es illusorisch zu glauben das konkrete Regulierungsmodelle für Cannabis durchgesetzt werden könnten.
Darum möchte ich mit Hilfe des „Roger Bosten Fonds“ der Bevölkerung in Ostbelgien die Möglichkeit geben sich möglichst breitbandig zum Thema Drogen informieren zu können.

Da weder ich das Preisgeld einstreichen möchte, noch eine andere Organisation mit diesem Geld etwas „wirklich Weltbewegendes reißen“ können wird, schlage ich vor das alle in der DG mit der Drogenproblematik betroffenen bzw. „sich dazu berufen fühlenden“ Organisationen, Institutionen und Personen (6 – 12 Stk.) ein Jahr lang jeden Monat 1x ein öffentliches „Forum“ bilden.
Jede der „Organisationen“ bekommt an jeweils einer der Zusammenkünfte die Gelegenheit über sich, ihre Meinung, Tätigkeit oder sonstiges Drogenbezogene Thema ausgiebig zu „referieren“. Im Anschluss an die „Vorträge“ bekommen die anderen Forenmitglieder kurz Gelegenheit zu dem Referat Stellung zu beziehen. Danach begibt sich das „Forum“ in das offene Gespräch mit der Bevölkerung.

Der „Roger Bosten Fonds“ stellt Räumlichkeiten, Technik (Beamer, Flipboard, Videomitschnitt, etc.) und einen „neutralen“ Gesprächsleiter. Des Weiteren hilft der Fonds eine möglichst hochkarätige Besetzung des Forums zusammengestellt zu bekommen.
Zu meinen Traumpartnern würden auf jeden Fall Vertreter der DG-Parteien, Justiz und Polizei zählen. Unglaublich würde ich mich auch über beteiligende Medien (GE, BRF) die zusätzlich zu eigenen journalistischen Beiträgen u.U. auch sehr gut externe Fachleute laden könnten?!
In der Summe würden wir der Bevölkerung und damit unseren Kindern einen unsagbaren Dienst erbringen! Denn nichts schützt Kinder besser vor Drogen wie Eltern die wissen wovon sie reden wenn sie von Drogen reden und nicht nur glauben sie wüssten wovon sie reden!

Ich möchte natürlich ein Mitglied dieses Forums sein. Des Weiteren werde ich alles in meiner Macht stehende tun um den „Roger Bosten Fonds“ bei der Durchführung dieser Veranstaltungen zu unterstützen. Für alle Veranstaltungen zu denen die anderen Forenmitglieder keinen Vortrag halten wollen/können erkläre ich mich bereit einen „Ersatzbeitrag“ zu erarbeiten.

Insbesondere angesichts der aktuellen globalen Diskussion und Entwicklung wäre es doch fast schon „grob fahrlässig“ irgendeiner einzelnen Kampagne/Organisation oder Person das Geld „hinterher zu werfen“ und so der Bevölkerung die Gelegenheit zu nehmen sich eine freie und selbst gebildete Meinung, über den „Stand der Zeit“ in Relation zu den Ansichten und Erkenntnissen der Forenmitglieder, machen zu können!

Da auch mein ganz persönliches Interesse im Grunde viel mehr im Bereich „Prävention durch Aufklärung“ zu suchen ist denn darin mit einem zu früh präsentierten, weil nicht verstandenem, Regulierungskonzept Türen zu zuschlagen… sage ich im Moment also noch ein ganz klares NEIN zu einem Interview in Sachen „Cannabis Regulierungsmodell“ aber auch ein ebenso klares JA zu jeglicher Frage in Sachen „Roger Bosten Fonds“.

Mit diesem Vorschlag werde ich definitiv an die breite Öffentlichkeit gehen – denn er ist, spätestens nach einer Machbarkeitsanpassung die durch den Fond und die Forenmitglieder erfolgen soll, richtig gut!
Alle die, die aufgrund ihres Amtes oder ihrer Position mit auf das Forum gehören – sich einer solch breitbandigen und ergebnisoffenen Diskussion aber nicht stellen fürchten einzig das Ergebnis weil sie bereits wissen das es im Widerspruch zum eigenen Dogma ausfallen wird. DANKE dass diese Realitätsverweigerer dem Forum fern bleiben und so erst die Basis für eine konstruktive Arbeit bilden!

 

„Mir“ läuft die Zeit weg… :-(

In der aktuellen Woche veröffentlichte die NewYorkTimes jeden Tag einen neuen Artikel in dem die Unvernunft des Cannabisverbotes dokumentiert wird.

Hier finden sich das englischsprachige Original.

Hier und Hier und Hier ein paar Deutschsprachige Meldungen dazu.

Grob zusammengefasst spricht sich die bedeutenste Zeitung der USA jetzt eineindeutig für einen legalen/regulierten Umgang mit Cannabis aus. Gut so…!

ABER!

Welches Legalisierungs/Regulierungsmodell erwartet uns aus den USA?
Der Staat vergibt an private  Firmen Anbaulizenzen – diese dürfen ihre Ware an, ebenfalls privat lizensierte, Abgabestellen weiterverkaufen.
Die Abgabestellen wiederum dürfen, unter Beachtung gewisser Jugendschutzbestimmungen, an jedermann verkaufen.
Aufgrund von „Selbstauskünften“ der Produzenten und Abgabestellen bekommt der Staat, wie bei allen andereren Waren die privatwirtschaftlich hergestellt werden, die entsprechenden Abgaben und Steuern. Als Kontrollmechanismen dienen einzig Lieferscheine, Rechnungen, etc.

Wir alle kennen diesen Herstellungs- und Vertriebsweg schon von legalen Alkoholika, Dort ist allen Produzenten und Abgabestellen daran gelegen einen möglichst hohen Umsatz und letztendlich privaten Gewinn zu generieren. Wieso das bei Cannabis anders sein sollte, bzw. warum ein ähnlicher Weg für Cannabis auch gut sein sollte, ist mir völlig schleierhaft!

Das Regulierungsmodell wie ich es für die DG vorschlage lässt weder Raum für diese Form der Kommerzialisierung noch werden Kinder und Jugendliche visuell in die Lage versetzt den Konsum oder Handel von Cannabis als normal zu empfinden. Cannabis in Supermärkten, Tankstellen oder an anderen Orten zu denen Kinder Zugang wird es mit mir nie geben!

Liebe Mitbürger, Politik, Justiz und Polizei!
Bitte helfen sie mit auf Basis existenter Regeln schon jetzt ein zukunftsträchtiges System zu entwickeln, bzw. zuzulassen welches:
– der nicht konsumierenden Gesellschaft keinen Schaden zufügt
– den Konsumenten genügend „Komfort“ und Qualität bietet
– der Mafia keinen Markt lässt

Wenn wir warten bis die internationale Entwicklung uns ein Legalisierungssystem aufs Auge drückt werden wir etwas bekommen was wir, als zu >90% nicht kiffende Gesellschaft, eigentlich SO NICHT woll(t)en!
Wir wollen das unsere Kinder bestmöglich geschützt sind und das die Gewinne nicht ins kriminelle Milieu abfließen. Alles darüber hinaus ist eigentlich nicht im Gesamtgesellschaftlichen Interesse!

Ich habe mehr Ahnung von der Materie als Polizei, Justiz, Gesellschaft, Politik, aber auch die Konsumenten können mir nicht das Wasser reichen! Das ist vermessen – JA… vielleicht! In jeder „Einzeldisziplin“ werde ich auch ganz bestimmt meinen Meister finden – in der Summe aber bin ich einer von sehr wenigen Menschen, die die gesamte Bandbreite dessen was im Moment geschieht überhaupt einigermaßen überblicken können und NICHT „den Kiffern“ das „Paradies“ oder sich selbst eine Goldgrube organisieren wollen.
Wenn „die DG“ sich meiner Erfahrungen und Einschätzungen nicht bedient wäre das definitiv dumm!

Ich werde meine Blog-Aktivität jetzt bis zu einem Gespräch mit der Grenzechoredaktion und dem Versuch des persönlichen Kontaktes zu André Desenfants und Andrea Tilgenkamp ruhen lassen.
Der Weg mit der Gesellschaft im Rücken auf Politik und Justitz zuzugehen ist viel zu langwierig… Dirko und Prokurator sind viel näher am Geschehen, kennen die wahren Fakten viel besser und besitzen im Zweifel auch die entscheidenden Befugnisse!