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Zum Beispiel… die „handfeste“ Basis für persönliche Diffamierung.

Mitunter gerate ich unter ziemlichen Beschuss, wenn ich in den Ostbelgischen Medien Kommentare schreibe.
Der Kommentar von Herrn Brochant auf meinen Kommentar zu diesem Artikel aus dem Grenzecho vom 03.07.2014 ist ein Paradebeispiel und soll mir Gelgenheit geben noch etwas mehr über meine Person zu erzählen.

Da ich mir laut Herrn Brochant schon „so die Birne weggekifft habe“, das ich „nichts mehr merke“ oder alternativ „einfach nur doof“ bin stellt sich die Frage woher nimmt Herr Brochant die Gewissheit, das seine Aussagen auch in der Realität Bestand haben?

Ich bin 1967 geboren. Nahtlos an die Schule anschließend war ich seit 1985 noch keinen Tag arbeitslos und befinde mich seit 19 Jahren in einer leitenden Tätigkeit eines Mittelständischen Unternehmens. Meine älteste Tochter macht mich in rund zwei Monaten zum Großvater und auch meinen beiden anderen erwachsenen Kindern geht es prächtig. Das Haus in Deutschland ist abbezahlt. Und die Immobilie in Belgien steht auf einer grundsoliden Finanzierungsbasis. Keine Vorstrafen, keine Führerscheinentzug – Nichts.
Selbst wenn ich ein „Dauerkiffer“ wäre, so hätte ich damit niemandem einen Schaden zugefügt, da sogar meine letzte Krankschreibung weit über 10 Jahre zurück liegt.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist klein und auch ich wohne jetzt schon etwas länger hier. Sollte Herr Brochant an den „kulturellen Ereignissen“ des Eupener Raums teilnehmen, werden sich unsere Blicke in den letzten Jahren vermutlich schon mehr wie einmal getroffen haben – und das letzte was er in mir vermutet haben wird ist ein „abgefuckter Kiffer“ – denn ich sehe nicht nur nicht so aus… ich bin faktisch auch nicht „der mit der weggekifften Birne“.

Meine Motivation die Gesamtgesellschaftlichen Problematiken die mit Drogen einhergehen so massiv anzusprechen ist insbesondere Schaden von der NICHT „kiffenden“ Gesellschaft abzuwenden! Beruflich beschäftige ich mich vorwiegend mit Prozessoptimierung. Von der Analyse existierender Produktionsabläufe bis hin zur völligen Neu- und Umkonzeptionierung von Arbeitsabläufen und den daran beteiligten Produktionskomponenten.
Wenn ich mit gleichen analytischen Verfahren an den Fluss von Geldmitteln in die Organisierte Kriminalität herangehe, wie ich an den Fluss vom Rohmaterialien hin zum fertigen Produkt gehe, komme ich zu dem Schluss „da läuft was grundverkehrt“. Wenn ich dann weiter den Gesellschaftlichen Kostenfluss im judikativen und exikutiven Bereich betrachte, wird das eh schon Grundverkehrte noch viel unfassbarer.

Dieses „Grundverkehrte“ das möchte ich der Gesellschaft in die meine Enkel wachsen werden ersparen. Ich bin definitiv nicht als Konsument angetrieben. Meinen Mitmenschen die verrherenden Gesellschaftlichen Auswirkungen der gegebenen Drogenpolitik näher zu bringen um letztendlich weniger Drogen an Schulen und mehr Polizei gegen Einbrüche zu haben – DAS ist meine Motivation. Und weil es nicht sein kann, das ich seit 19 Jahren einen intellektuell hochanspruchsvollen Job erfolgreich begleite, von den Azubi´s nur „Lexikon“ genannt werde und mich dann bei den Gesellschaftlichen  Ursache-und Folgeprinzipien von Drogen total verkalkuliere… mach ich jetzt in Ostbelgien das was kein anderer Macht – „Den Finger in eben diese äußerst unpopuläre Wunde stecken“. Ich bin mir absolut sicher die Argumente auf „meiner Seite“ zu haben. Meine grundsätzliche Meinung lässt sich wissenschaftlich schlüssig belegen. Meine spezielle, persönliche Meinung  ist äußerst fundiert und kollidiert häufiger mit der Konsumentenseite denn mit dem gesunden Menschenverstand.

Zu guter Letzt möchte ich nicht vorenthalten, das es natürlich auch eine starke „persönliche“ Komponente in meinem Anliegen gibt. Wer einem so großen, Nationenübergreifenden Familienverbund wie ich angehört hat schon rein statistisch den ein oder anderen „Drogi“ in der Familie. Und ein jeder „Drogi“ ist das Kind seiner Eltern und somit Teil einer ganz normalen Familie – welche wiederum Teil dieser Gesellschaft ist.