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Bart de Wever contra Maggie de Block – I

Es war zu erwarten, das Bart de Wever nicht lange auf sich warten lässt, nachdem Maggie de Block die Cannabisfrage so einschätz,t das sie „wenigstens eine Untersuchung wert sei„.

So wie es sich für einen konsequent wissenschaftsverachtenden, rückwärtsgewandten und dogmatischen Nationalkonservativen wie de Wever gehört kommentiert er das wie folgt:

Men kan onderzoeken wat men wil, maar dit wordt geen beleid. Er komt geen beleid van vrije verkoop van cannabis, integendeel.

Jedem Menschen mit nur halbwegs klarem Verstand müssen sich bei einer solchen Aussage die Haare zu Berge stellen!
WIE kann man nur eine wissenschaftlich basierte und zudem ergebnissoffene Untersuchung der Situation ablehnen? So etwas macht man doch nur, wenn man das Ergebnis fürchtet, aber niemals wenn man sich der Richtigkeit seiner Sache sicher ist!
Desweiteren offenbart sich überdeutlich, das Bart de Wever sich nicht einmal die Mühe gemacht hat den Ursprung von Maggies Aussagen zu verstehen. „Stein des Anstoßes“ ist das Buch „De Derde Weg“ der Rechtsproffessoren „Bryce De Ryver“ (B) und „Cyrille Fijnout“ (NL). Darin wird u.a.  ein Weg beschrieben, der eben KEINEN „freien Verkauf“ beinhaltet. Die Proffessoren beschreiben in der Grundstruktur ziemlich präzise das Modell welches auch ich vertrete – eigentlich das erste Mal, das ich so richtig durch und durch zufrieden bin mit dem was andere fordern… 😉

Mal von allen Fakten abgesehen:
Wie Größenwahnsinnig ist der Bart eigentlich? Er mag ja einigen Rückhalt in Flandern haben… aber das ist doch NICHTS gegen den Rückhalt den Maggie zusätzlich auch aus der Wallonie erwarten darf! Maggie im Machtgerangel mit Bart – was besseres kann Belgien eigentlich überhaupt nicht passieren!

Maggie de Block – Im Rückwärtsgang nach Vorne…?

Nachdem die Kriminologen „Brice De Ryver – Belgien“ und „Cyrille Fijnaut – Niederlande“ im Gespräch mit dem „De Standaard“ anläßlich ihrer Buchveröffentlichung „De Derde Weg“ noch einmal bekräftigten, das in Sachen Cannabis „Platz für ein beschränktes, reguliertes Angebot sein sollte“ fühlt sich auch unsere Gesundheitsministerin, äußerst zeitnah (danke), zu einem Statement gedrängt…

„Het is minstens het onderzoeken waard“

„We moeten erover samenzitten met Justitie en met Binnenlandse Zaken en met de deelstaten. Zij zijn verantwoordelijk voor preventie.“

De Block bevestigt dat het gedoogbeleid wordt verstrengd, zoals in het regeerakkoord staat. „Maar De Ruyver heeft een punt. Alleen een te repressief beleid voeren, haalt weinig uit.“

DeMorgen
Newsmonkey.be

So etwas geht wirklich nur in Belgien… 🙂
Maggie bestätigt, das die, eh schon sehr strengen, Duldungsregeln noch strenger werden sollen – und im gleichen Satz sagt sie, das ein ausschließlich repressiver Umgang nicht viel ausrichtet.

Ich habe da die passende Lösung! Und mit Maggie de Block habe ich endlich auch politisch mal ein echtes Pfund an meiner Seite … *lach*
JA, ich glaube wirklich daran, das man die aktuellen Duldungsregeln auf der einen Seite  verschärfen (zum Schutz der nicht konsumierenden Gesellschaft) und auf der anderen Seite lockern (für die Konsumenten) sollte – denn das macht Sinn!

Wie das gehen kann?
Angenommen, die aktuell gültigen Regeln würden wie folgt verschärft:

  • Konsum in der Öffentlichkeit – Totalverbot!
  • Transport von unversiegeltem Cannabis – Totalverbot!
  • Handel außerhalb der offiziellen Abgabestellen – Totalverbot!

Andererseits würden die Regeln aber wie folgt erleichtert:

  • Zusätzlich zu einer Pflanze „in Blüte“ wird jedem Konsumenten auch eine Pflanze „in Vorbereitung zur Blüte“, eine Pflanze „als Mutter“ und 10 Stk. max. 4 Wochen alte „Stecklinge“ zugestanden.
  • Konsumenten dürfen alternativ zum, Eigenanbau ihre „Lizenzen“ auch an staatlich zertifizierte Abgabestellen/Züchter geben. (ähnlich diesem Konzept hier)
  • Versiegeltes Cannabis aus einer Abgabestelle darf nach Hause transportiert werden.

Ein sicheres Lizenzsystem welches die Anonymität der Konsumenten wahrt – dem Staat aber trotzdem sehr präzise Kontrollen bei den Züchtern und Abgabestellen ermöglicht habe ich hier schon mal grob angedacht.

Meine Aussage aus diesem Artikel:

Mein Versuch hingegen ein Modell zu entwickeln/vorzuschlagen das von Justiz, Gesellschaft und Konsumenten annahmefähig gewesen wäre ist vorerst gescheitert. Die nun nicht mehr gegebene Möglichkeit, versiegeltes, Cannabis von einer “Abgabestation” in das Heim des Konsumenten bringen zu können macht das Verfahren hinfällig.

ist dann doch etwas verfrüht gewesen – wenn schon in der Regierung selbst kein Konsens herrscht! Also plane ich auf den oben genannten 6 Änderungspunkten weiter – denn das ist der einzig funktionierende Minimalkonsens welcher eine Chance haben könnte. Noch mehr Verbote oder noch weniger Pflanzen eröffnen blos den illegalen Anbietern wieder alle Wege!