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Im primären Blick: Der Nicht- und Problemkonsument…

JA – anhand meiner Abhängigkeit von Nikotin habe ich gelernt was es bedeutet das Rauchen aufgeben zu wollen, aber bei jedem Supermarkteinkauf an der Kasse auf eine bunte Vielfalt von Zigaretten zu stoßen. Wie sich die gleiche Situation für einen Alkoholiker darstellen muss kann ich persönlich nicht erfahren – aber es muss um ein Vielfaches grausamer sein.

Auch beim Cannabis versuche ich als allerstes meinen Blick auf die Situation der Menschen zu richten die nicht konsumieren sollen, desweiteren zu denen die zu einem problematischen Konsum neigen und auch denen die Unterstützung erfahren müssen in ihrem Wunsch in Gänze von einer Droge zu lassen.
Menschen die nicht konsumieren sollen sind primär Minderjährige aber auch ALLE anderen Menschen, die von sich aus keinen „Draht“ zum Konsum entwickelt haben!)

Und nochmal JA – es verbietet sich in der Diskussion um Drogen die eigenen „Konsumfähigkeiten“ als Maßstab für Gesamtgesellschaftliche Regeln oder Entscheidungen heranzuziehen!
Außer Tabak könnte für mich persönlich jede Droge gratis in öffentlichen Kaugummiautomaten verfügbar sein – es würde mir persönlich nicht schaden – aber es könnte anderen schaden und darum ist der „Kaugummiautomat“ natürlich ein absolutes NoGo! Ebenso verbietet es sich Drogen im öffentlichen Raum anzubieten oder/und zu konsumieren. Alle Problem- und Nichtkonsumenten dürfen in ihrem Alltag nicht durch die vermeintlichen „Fähigkeiten“ der „Genuss-“ trinkenden oder kiffenden Menschen beeinträchtight werden!

Ich muss zugeben, selber SEHR lange für die Erkenntnis gebraucht zu haben das ich meine Persönlichkeit und meine Verhalten nicht als Maßstab für die Allgemeinheit annehmen darf. Der Wunsch meine Kinder und jetzt auch Enkel besser vor den Gefahren von Drogen schützen zu können haben mir deutlich gemacht wohin der primäre Blick mit dem einen Auge zu richten ist – auf die Minderjährigen und Nichtkonsumenten!
Meine grundsätzliche Fähigkeit, trotz Gelegenheiten, allen dummen Drogensüchten mit einem „Fingerschnipp“ widerstehen zu können, dem Nikotin aber wider besserem Wissens trotzdem seit 30 Jahren „hoffnungslos“ verfallen zu sein – zeigt wie wichtig es ist das zweite Auge des primären Blicks auf den Schutz der Problemkonsumenten und Abhängigen zu richten!

Alles andere muss sich dem primären Blick für die Nicht- und Problemkonsumenten unterordnen. Auch wenn ich persönlich kein Problem mit z.B. Coffeeshops a la NL rund um den Eupener Marktplatz hätte (ebenso wenig wie mit Kneipen) – werde ich mich trotzdem immer dagegen aussprechen.
Z.B. Coffeeshops würde ich nur in Bereichen/Gegenden dulden/empfehlen die man nur erreicht wenn man auch genau dort hin wollte. So schön das für vernünftig konsumierende Kiffer in Amsterdam auch sein mag – für die Amsterdamer Bevölkerung mit Cannabiskonsumproblem hingegen ist es der Horror all überall auf Cannabis gestossen zu werden!
„OutletVillages“ speziell für den Hanfkonsumenten hingegen würde ich absolut befürworten. So etwas ähnliches inkl. eigener Polizei und Krankenhaus statt städtischem Oktoberfest könnte den finanziellen Schaden vom Massentrinken gegenüber dem nüchternen Steuerzahler auch spürbar senken… 😉

 

„Streicheleinheiten“ für „die Kiffer“?!

Wie liest sich eigentlich aus dem Blick eines „Kiffers“ das was ich bisher, rund um das von mir vorgeschlagene „Cannabisabgabemodell für die DG“, geschrieben habe?

Bis hierher muss der Konsument sich also erst einmal bei einem Notar registrieren – rund 75€ könten einmalig fällig werden – der Konsumentenname „verschwindet“ man wird zur Nummer und bekommt eine elektronische „ID-Karte“ mit Pin.
Ab dann wird der Konsument mit versiegelten und auf seine ID registrierten Transportverpackungungen konfrontiert welche er nur in seinem privaten Umfeld öffnen aber danach nicht mehr in die Öffentlichkeit tragen darf.

Mit der Coffeeshop“romantik“ in den Niederlanden hat das natürlich nur sehr wenig zu tun und eine Registrierung als „Kiffer“ und damit einhergehende potentielle Stigmatisierung ist den Konsumenten grundsätzlich zu tiefst zu wider – die Niederländischen Versuche mit einer nicht anonymisierten Registrierung sind deswegen kläglichst gescheitert.
Darum möchte ich die Zuordnungsfähigkeit zum Realnamen einzig in die Hände eines Notars geben. Sollte die Polizei suspekte Verpackungen finden wird der Notar natürlich die Zuordnung zum Namen herstellen. Bei korrekt versiegelten und mit der zugehörigen ID-Karte transportierten Verpackungen wird die Polizei hingegen auf das einfache Protokoll verzichten können – da im Zweifel die Zuordnungsfähigkeit über den Notar ja gegeben wäre.

Eines dürfen die „Kiffer“ bitte nicht aus den Augen verlieren! Mein Plan der DG einen Weg aufzuzeigen wie man der Organisierten Drogenkriminalität das Brot und die Butter nehmen kann basiert auf existierenden Gesetzen bzw. Anweisungen. Ich möchte keine Gestze ändern! „Ich“ möchte möglichst verbindliche Absprachen mit denen treffen die die Gesetze machen und überwachen.
Insbesondere das Prokurat muss an die absolut alleräusserste Grenze dessen gehen was die Richtlinien hergeben könn(t)en. Ich möchte gegenüber dem „Staat“ ein möglichst wasserdichtes System „entwickeln“ bei dem der „Staat“ sich sicher sein kann nicht „versehentlich“ zum Mittäter bei einem eventuellen Missbrauch zu werden. Das lässt sich nur erreichen wenn der „Staat“ die maximale Macht in dem ganzen System bekommt und jedes einzelne Gramm lückenlos nachverfolgt werden kann.
Wenn ihr „Kiffer“ möglichst schnell ein gesellschaftliches und politisches Umdenken erreichen wollt müsst ihr bereit sein innerhalb der exitierenden Gesetze „alles zu geben“ und der Gesellschaft und Politik vorleben, das ihr wirklich ein normaler Teil der Gesellschaft seid und auch unter einem strengen Regulierungsmodell lieber ein Teil der Gesellschaft bleibt statt Teil der Finanzierung krimineller Organisationen zu sein!

Ach ja „Streicheleinheiten“…
Es gibt ein absolutes NoGo.
Im Niederländischen, aber auch in Uruguay bekannt als „15%-Grenze“ und „Staatswiet“ bzw. „McDope“.
Bei der Notariellen Anmeldung zum System kann jeder Konsument seine favorisierten Sorten angeben – aus diesen Informationen werden mind. die 10 beliebtesten Sorten als Basissorten angebaut werden – regelmäßige Umfragen an den Abgabestellen ergänzen/verändern das Angebot gemäß den Konsumentenwünschen!
Wie sich Politiker erdreisten können entgegen wissenschaftlichen Empfehlungen den Konsumenten „kastriertes Einheitsgras“ verkaufen zu wollen – zeigt auf erschreckende Weise wie weit weg die Politik in diesem Thema doch vom echten Leben entfernt ist.

 

Abgabestelle = Coffeeshop ?

Nein.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Richtlinie vom 25.01.2005) bieten keinerlei Spielraum einen Ort zu schaffen an dem Horeca und Cannabishandel oder/und Horeca und Cannabiskonsum  miteinander einher gehen könnten. Selbst für, als ‚Privatclub‘ deklarierte, „Konsumräume“ sehe ich unter der derzeitigen Rechtslage schwarz.
Grundsätzlich bin ich GEGEN „optisch attraktive“, sich im gemeinschaftlichen Lebensraum befindende,  „Coffeeshops“.

Abgabestellen hingegen muss es geben. Diese müssen gut erreichbar sein (der Mafiadealer darf nicht aufgrund von Entferungsvorteilen attraktiver für die Konsumenten sein). Die Abgabestellen sind aber nicht in der Nähe von Schulen und liegen auch nicht an den „Fußverkehrswegen“ von Kindergärten, Spielplätzen, Einkaufszentren. An diesen Abgabestellen kann nur mit gültiger Lizenz Cannabis bezogen werden. Das Cannabis wird dort versiegelt abgegeben. Bei der Abgabe an den Konsumenten wird dem Siegel die Lizenznummer hinzugefügt. Das Siegel darf in der Öffentlichkeit nicht gebrochen werden. Unversiegeltes Cannabis darf den privaten Bereich nicht mehr verlassen.

Die Polizei kann bei einem Cannabisfund in Sekundenschnelle erkennen ob es sich um einen Teilnehmer am „CannabisAusDerDG“-Projekt handelt und ob sich dieser an die Regeln hält. Nichtteilnehmern bleibt der Zugang zum „DG-Cannabis“ verwehrt. Nichteinwohnern der DG sowieso.

In diesem Artikel gibt es ein paar mehr Eckdaten zu dem was ich mir vorstelle…