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(Wie) will ich mich interviewen lassen? – Offene Antwort

Ein Teil der ostbelgischen Medien ist auf mich aufmerksam geworden. Dazu folgendes Zitat aus der letzten Mail des „Mediums“:

Unser Interesse an einem Interview ist in erster Linie geweckt worden, weil sie einen interessanten Vorschlag (Legalisierung von Cannabis in  der DG) gemacht haben, damit die DG mehr Einnahmen verbuchen könnte.

Zuvor fragte man meine grundsätzliche Bereitschaft zu einem Interview an, worauf ich folgendes antwortete:

Ein ganz klares Ja! Aber… ich würde das gerne im „Umfeld“ meiner Bewerbung für den „Roger Bosten Fonds“ siehe auch mein Kommentar http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=0f73f92a-dcf8-4a0a-8742-c4b728961fd4&mode=all&arv=1 erledigen können… Sobald ich mein Bewerbungskonzept verschriftlicht habe seid ihr die ersten die es zu lesen bekommen – das wird dann auch ein guter und würdiger „Aufhänger“ für ein Interview sein.

Da ich ja noch nie einen wirklichen Vorschlag zur „LEGALISIERUNG von Cannabis in der DG“ gemacht habe – sondern nur einen Weg beschreibe – wie innerhalb des existierenden Verbotes und der zusätzlich geltenden Duldungsregeln die Gewinne der Organisierten Kriminalität zu Gunsten der Bevölkerung umgeleitet werden könnten – scheint also auch bei denen die mich interviewen wollen noch ein gewisses Verständnis- oder Informationsdefizit vorzuliegen ;-). Nicht nur dieses Missverständnis möchte ich mit meinem Konzept zu der „Roger Bosten Fonds Ausschreibung“ ausräumen – bevor die Zeit für weitergehende Schritte gekommen sein wird.

Da ich den Rahmen, mit dem ich mich für den „Roger Bosten Fonds“ bewerben will aber noch überhaupt nicht veröffentlicht habe muss ich das hier jetzt mal „schnell“ nachholen:

Folgender Auszug aus oben bereits verlinktem GE-Artikel trifft bei mir natürlich mitten ins Schwarze:

Im Fokus sollten dieses Mal folgende Themen stehen: Prävention und Bekämpfung von Drogen- und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen,…

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass der Kern aller Drogenprobleme in zwei Dingen zu suchen ist.
A) Ungenügende Aufklärung.
B) Fehlende bzw. mangelhafte staatliche Regulierung.

Ohne im Vorfeld die nötige Aufklärung geleistet zu haben ist es illusorisch zu glauben das konkrete Regulierungsmodelle für Cannabis durchgesetzt werden könnten.
Darum möchte ich mit Hilfe des „Roger Bosten Fonds“ der Bevölkerung in Ostbelgien die Möglichkeit geben sich möglichst breitbandig zum Thema Drogen informieren zu können.

Da weder ich das Preisgeld einstreichen möchte, noch eine andere Organisation mit diesem Geld etwas „wirklich Weltbewegendes reißen“ können wird, schlage ich vor das alle in der DG mit der Drogenproblematik betroffenen bzw. „sich dazu berufen fühlenden“ Organisationen, Institutionen und Personen (6 – 12 Stk.) ein Jahr lang jeden Monat 1x ein öffentliches „Forum“ bilden.
Jede der „Organisationen“ bekommt an jeweils einer der Zusammenkünfte die Gelegenheit über sich, ihre Meinung, Tätigkeit oder sonstiges Drogenbezogene Thema ausgiebig zu „referieren“. Im Anschluss an die „Vorträge“ bekommen die anderen Forenmitglieder kurz Gelegenheit zu dem Referat Stellung zu beziehen. Danach begibt sich das „Forum“ in das offene Gespräch mit der Bevölkerung.

Der „Roger Bosten Fonds“ stellt Räumlichkeiten, Technik (Beamer, Flipboard, Videomitschnitt, etc.) und einen „neutralen“ Gesprächsleiter. Des Weiteren hilft der Fonds eine möglichst hochkarätige Besetzung des Forums zusammengestellt zu bekommen.
Zu meinen Traumpartnern würden auf jeden Fall Vertreter der DG-Parteien, Justiz und Polizei zählen. Unglaublich würde ich mich auch über beteiligende Medien (GE, BRF) die zusätzlich zu eigenen journalistischen Beiträgen u.U. auch sehr gut externe Fachleute laden könnten?!
In der Summe würden wir der Bevölkerung und damit unseren Kindern einen unsagbaren Dienst erbringen! Denn nichts schützt Kinder besser vor Drogen wie Eltern die wissen wovon sie reden wenn sie von Drogen reden und nicht nur glauben sie wüssten wovon sie reden!

Ich möchte natürlich ein Mitglied dieses Forums sein. Des Weiteren werde ich alles in meiner Macht stehende tun um den „Roger Bosten Fonds“ bei der Durchführung dieser Veranstaltungen zu unterstützen. Für alle Veranstaltungen zu denen die anderen Forenmitglieder keinen Vortrag halten wollen/können erkläre ich mich bereit einen „Ersatzbeitrag“ zu erarbeiten.

Insbesondere angesichts der aktuellen globalen Diskussion und Entwicklung wäre es doch fast schon „grob fahrlässig“ irgendeiner einzelnen Kampagne/Organisation oder Person das Geld „hinterher zu werfen“ und so der Bevölkerung die Gelegenheit zu nehmen sich eine freie und selbst gebildete Meinung, über den „Stand der Zeit“ in Relation zu den Ansichten und Erkenntnissen der Forenmitglieder, machen zu können!

Da auch mein ganz persönliches Interesse im Grunde viel mehr im Bereich „Prävention durch Aufklärung“ zu suchen ist denn darin mit einem zu früh präsentierten, weil nicht verstandenem, Regulierungskonzept Türen zu zuschlagen… sage ich im Moment also noch ein ganz klares NEIN zu einem Interview in Sachen „Cannabis Regulierungsmodell“ aber auch ein ebenso klares JA zu jeglicher Frage in Sachen „Roger Bosten Fonds“.

Mit diesem Vorschlag werde ich definitiv an die breite Öffentlichkeit gehen – denn er ist, spätestens nach einer Machbarkeitsanpassung die durch den Fond und die Forenmitglieder erfolgen soll, richtig gut!
Alle die, die aufgrund ihres Amtes oder ihrer Position mit auf das Forum gehören – sich einer solch breitbandigen und ergebnisoffenen Diskussion aber nicht stellen fürchten einzig das Ergebnis weil sie bereits wissen das es im Widerspruch zum eigenen Dogma ausfallen wird. DANKE dass diese Realitätsverweigerer dem Forum fern bleiben und so erst die Basis für eine konstruktive Arbeit bilden!

 

Die USA legalisieren weiter…

In unserer Nacht vom 04.11 auf den 05.11 haben sich die Bürger drei weiterer US-Staaten für einen legalisierten bzw. effektiv entkriminalisierten Umgang mit Cannabis ausgesprochen.

  • Oregon – „Legalisierung“ ähnlich den Modellen in Colorado und Washington(State)
  • Washington D.C – „effektive Entkriminalisierung“ 60gr. / 6 Pflanzen. – (wegen des Sonderstatus von Washington(D.C) muss der Kongress noch zustimmen).
  • Alaska – „Legalisierung“ ähnlich den Modellen in Colorado, Washington(State) und Oregon. – (sehr knappe Entscheidung (52% Ja) und zum Zeitpunkt des Artikel schreibens sind erst 3/4 der Stimmen ausgezählt – da aber auch die ersten seriösen US-Nachrichten davon ausgehen das es nicht mehr kippen kann… bin ich zuversichtlich.)

In Florida ist trotz einer Zustimmung von 57%  ein Antrag auf „legalisiertes medizinisches Cannabis“ gescheitert. – Es wären mind. 60% Zustimmung notwendig gewesen… (sehr demokratisch 🙁 )

Ich freue mich natürlich RIESIG über diese Entwicklung – auch wenn ich die Colorado, Washington(State), Oregon und Alaska – Modelle kritisch sehe – „im Zweifel“ zählt natürlich auch für mich wie effektiv der Mafia der Markt entrissen werden kann und wieviel man davon in den Steuersäckel transferieren kann… und da ist das alles schon deutlich effektiver wie ein Totalverbot!
Das der Staat sich und die Konsumenten damit immer noch selbst betrügt und dem, dann halt legalen, Cannabusiness noch Gewinne zugesteht die eigentlich den nicht konsumierenden Steuerzahlern zustehen – ist für mich ein klares Indiz, das die Menge an „Cannabis-Lobbyisten“ die primär die Gesellschaft und den Konsumenten vertreten – gegen Null läuft! Das eine Privatperson sich an einer Droge „über Gebühr“ bereichern kann sollte doch grundsätzlich verhindert werden!

„Streicheleinheiten“ für die „Kiffer“ – II

Liebe Konsumenten!

Ja, ich weis! Aus eurer Sicht hört sich das was ich versuche zu vermitteln meistens nicht „so prickelnd“ an. Das was den meisten Konsumenten (insbesondere den Jüngeren) an „heiler Cannabiswelt“ vorschwebt ist faktisch nicht das was der Gesamtgesellschaft am besten tut! Coffeeshops a la Amsterdam sind ebenso unvernünftig wie Eltern die sich im Beisein ihrer Kinder auf einer Terasse oder dem Schützenfest betrinken. Niemand kann leugnen das Cannabis bei einem kleinen Tei seiner Konsumenten (ähnlich wie beim Alkohol) in einem „problematischen Muster“ konsumiert wird. Völlig unabhängig davon, das der mit „problematischem Cannabiskonsum“ einhergehende gesellschaftliche Schaden viel geringer dem von Alkohol ist… stehen wir trotzdem oder gerade deswegen in der Pflicht diese Problemkonsumenten, Miderjährigen und Nichtkonsumenten vor einem allzu öffentlichen Angebot bestmöglich zu schützen.

Vorrangegangener Artikel:
“Streicheleinheiten” für “die Kiffer”?!

Bitte diskutiert mit mir! Ich bin sicher erklären zu können warum es auch für Konsumenten in „meinem System“ letztendlich gerechter zugehen wird wie in jedem anderen.

Bart de Wever contra Maggie de Block – I

Es war zu erwarten, das Bart de Wever nicht lange auf sich warten lässt, nachdem Maggie de Block die Cannabisfrage so einschätz,t das sie „wenigstens eine Untersuchung wert sei„.

So wie es sich für einen konsequent wissenschaftsverachtenden, rückwärtsgewandten und dogmatischen Nationalkonservativen wie de Wever gehört kommentiert er das wie folgt:

Men kan onderzoeken wat men wil, maar dit wordt geen beleid. Er komt geen beleid van vrije verkoop van cannabis, integendeel.

Jedem Menschen mit nur halbwegs klarem Verstand müssen sich bei einer solchen Aussage die Haare zu Berge stellen!
WIE kann man nur eine wissenschaftlich basierte und zudem ergebnissoffene Untersuchung der Situation ablehnen? So etwas macht man doch nur, wenn man das Ergebnis fürchtet, aber niemals wenn man sich der Richtigkeit seiner Sache sicher ist!
Desweiteren offenbart sich überdeutlich, das Bart de Wever sich nicht einmal die Mühe gemacht hat den Ursprung von Maggies Aussagen zu verstehen. „Stein des Anstoßes“ ist das Buch „De Derde Weg“ der Rechtsproffessoren „Bryce De Ryver“ (B) und „Cyrille Fijnout“ (NL). Darin wird u.a.  ein Weg beschrieben, der eben KEINEN „freien Verkauf“ beinhaltet. Die Proffessoren beschreiben in der Grundstruktur ziemlich präzise das Modell welches auch ich vertrete – eigentlich das erste Mal, das ich so richtig durch und durch zufrieden bin mit dem was andere fordern… 😉

Mal von allen Fakten abgesehen:
Wie Größenwahnsinnig ist der Bart eigentlich? Er mag ja einigen Rückhalt in Flandern haben… aber das ist doch NICHTS gegen den Rückhalt den Maggie zusätzlich auch aus der Wallonie erwarten darf! Maggie im Machtgerangel mit Bart – was besseres kann Belgien eigentlich überhaupt nicht passieren!

Maggie de Block – Im Rückwärtsgang nach Vorne…?

Nachdem die Kriminologen „Brice De Ryver – Belgien“ und „Cyrille Fijnaut – Niederlande“ im Gespräch mit dem „De Standaard“ anläßlich ihrer Buchveröffentlichung „De Derde Weg“ noch einmal bekräftigten, das in Sachen Cannabis „Platz für ein beschränktes, reguliertes Angebot sein sollte“ fühlt sich auch unsere Gesundheitsministerin, äußerst zeitnah (danke), zu einem Statement gedrängt…

„Het is minstens het onderzoeken waard“

„We moeten erover samenzitten met Justitie en met Binnenlandse Zaken en met de deelstaten. Zij zijn verantwoordelijk voor preventie.“

De Block bevestigt dat het gedoogbeleid wordt verstrengd, zoals in het regeerakkoord staat. „Maar De Ruyver heeft een punt. Alleen een te repressief beleid voeren, haalt weinig uit.“

DeMorgen
Newsmonkey.be

So etwas geht wirklich nur in Belgien… 🙂
Maggie bestätigt, das die, eh schon sehr strengen, Duldungsregeln noch strenger werden sollen – und im gleichen Satz sagt sie, das ein ausschließlich repressiver Umgang nicht viel ausrichtet.

Ich habe da die passende Lösung! Und mit Maggie de Block habe ich endlich auch politisch mal ein echtes Pfund an meiner Seite … *lach*
JA, ich glaube wirklich daran, das man die aktuellen Duldungsregeln auf der einen Seite  verschärfen (zum Schutz der nicht konsumierenden Gesellschaft) und auf der anderen Seite lockern (für die Konsumenten) sollte – denn das macht Sinn!

Wie das gehen kann?
Angenommen, die aktuell gültigen Regeln würden wie folgt verschärft:

  • Konsum in der Öffentlichkeit – Totalverbot!
  • Transport von unversiegeltem Cannabis – Totalverbot!
  • Handel außerhalb der offiziellen Abgabestellen – Totalverbot!

Andererseits würden die Regeln aber wie folgt erleichtert:

  • Zusätzlich zu einer Pflanze „in Blüte“ wird jedem Konsumenten auch eine Pflanze „in Vorbereitung zur Blüte“, eine Pflanze „als Mutter“ und 10 Stk. max. 4 Wochen alte „Stecklinge“ zugestanden.
  • Konsumenten dürfen alternativ zum, Eigenanbau ihre „Lizenzen“ auch an staatlich zertifizierte Abgabestellen/Züchter geben. (ähnlich diesem Konzept hier)
  • Versiegeltes Cannabis aus einer Abgabestelle darf nach Hause transportiert werden.

Ein sicheres Lizenzsystem welches die Anonymität der Konsumenten wahrt – dem Staat aber trotzdem sehr präzise Kontrollen bei den Züchtern und Abgabestellen ermöglicht habe ich hier schon mal grob angedacht.

Meine Aussage aus diesem Artikel:

Mein Versuch hingegen ein Modell zu entwickeln/vorzuschlagen das von Justiz, Gesellschaft und Konsumenten annahmefähig gewesen wäre ist vorerst gescheitert. Die nun nicht mehr gegebene Möglichkeit, versiegeltes, Cannabis von einer “Abgabestation” in das Heim des Konsumenten bringen zu können macht das Verfahren hinfällig.

ist dann doch etwas verfrüht gewesen – wenn schon in der Regierung selbst kein Konsens herrscht! Also plane ich auf den oben genannten 6 Änderungspunkten weiter – denn das ist der einzig funktionierende Minimalkonsens welcher eine Chance haben könnte. Noch mehr Verbote oder noch weniger Pflanzen eröffnen blos den illegalen Anbietern wieder alle Wege!

Dümmer geht nicht!

Habe ich nicht vor 10 Minuten einen Artikel veröffentlicht in dem ich behaupte christlich/nationalkonservative Politiker hätten „nie“ Ahnung wenn sie von Drogen reden oder darüber entscheiden?!

Marino Keulen van Lanaken (Open VLD) : „Het opiaatgehalte van cannabis nu is immers gelijk aan dat van zware drugs dertig jaar geleden“

„opiaatgehalte van cannabis“ … *kopfschüttel* – dem hat vermutlich ein blutrünstiger HaschGiftSpritzer was davon in den cafe getan… 🙁

„Anpassung“ der belgischen Duldungsregeln – I

Die nationalen und „christlichen“ Flamen… dürfen endlich mal Härte zeigen und mit diesem „Zustand“ aufräumen. Innerhalb der „Schwedenkoalition“ hat man es geschafft die Koalitionsvereinbarung auch in Sachen Drogenpolitik mit konsequenter Rückwärtsgewandheit zu brandmarken.

Die Möglichkeit in Belgien bei erwachsenen Personen bei einem Cannabisfund von 3gr. bzw. einer Pflanze von Verfolgung/Bestrafung abzusehen und der Person das Cannabis nicht abnehmen zu müssen wurde „kassiert“. Das sogenannte „Antwerpener Modell“ soll auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Hier ein paar flämische Links

http://www.demorgen.be/binnenland/gedaan-met-gedoogbeleid-bezit-en-gebruik-van-softdrugs-opnieuw-vervolgd-a2081762/

http://www.gva.be/cnt/dmf20141010_01313468/antwerpse-nultolerantie-cannabis-veralgemeend

 http://www.hbvl.be/cnt/dmf20141010_01313465/softdrugs-weer-overal-bestraft

… ein paar wallonische…

http://www.lalibre.be/actu/belgique/la-consommation-et-la-possession-de-cannabis-a-nouveau-poursuivies-54376a9735708a6d4d5d19e0

http://www.actualitesdroitbelge.be/presse/le-gouvernement-michel-adopte-une-tolerance-zero-face-au-cannabis

und das Grenzecho:

http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=6acd8005-167b-4429-b697-b35f7ab121c9

Einzig in der Koalitionsvereinbarung verschriftlichte Aussage zu diesem Thema ist:

Het bezit van drugs is verboden. Het gebruik van drugs in de publieke ruimte kan niet het voorwerp uitmaken van een gedoogbeleid.

Nachzulesen im Koalitionsvertrag

Ok, „Konsum- und Handelsverbot in Gegenwart Minderjähriger“ (was ja quasi dem „publieke ruimte“ entspricht) empfehle ich ja sowieso für alle Drogen – die bei der WHO als Droge gelten (also auch Tabak und Alkohol). Und noch mal OK – Duldungsregeln sollten wirklich nicht dazu dienen den Konsum von Drogen im öffentlichen Raum zu ermöglichen!
Ganz nüchtern betracht besagt der erste Satz das der Besitz von Drogen verboten ist. Eideidaus! Wirklich? Alle Drogen  von denen die WHO sagt sie seien Drogen? Na dann viel Spaß beim nächsten Tiroler- oder Oktoberfest… 😉
Sie werden wohl Cannabis meinen… ist dies doch die einzige Droge zu der es überhaupt eine „Duldungsregel“ gibt/gab – aber es ist hinlänglich bekannt, das bei Drogen im Regelfall nur Wissenschaftler, Eltern und Konsumenten wirklich wissen wovon sie reden – christlich/nationalkonservative Politiker hingegen „nie“… 😉

Das „publieke ruimte“ scheint ruimte zu lassen für Spekulationen… Immer wieder findet sich, mehr oder weniger leicht abgewandelt, auch folgende Aussage:

Het regeerakkoord maakt het gebruik en het bezit van cannabis op straat overal verboden. “Cannabis op straat wordt zonder meer verboden. Die boodschap moet voor iedereen duidelijk zijn”, zo wordt ons bevestigd bij de N-VA.

Werden die aktuell noch gültigen Regeln dahingehend angepasst, das der Öffentliche Raum ausgeschlossen wird, der Duldungsspielraum aber für die eigenen vier Wände weiter gilt?
Es wäre zumindest ein theoretisch großer Unterschied… immerhin gäbe es für die Konsumenten noch die Möglichkeit sich mit einer Pflanze zu Hause zu versorgen ohne direkt ein Verbrecher zu sein.

Mein Versuch hingegen ein Modell zu entwickeln/vorzuschlagen das von Justiz, Gesellschaft und Konsumenten annahmefähig gewesen wäre ist vorerst gescheitert. Die nun nicht mehr gegebene Möglichkeit, versiegeltes, Cannabis von einer „Abgabestation“ ins Heim des Konsumenten bringen zu können macht das Verfahren hinfällig.
Ebenso hinfällig ist jetzt die Möglichkeit damit der Organisierten Kriminalität ordentlich ans Bein zu pinkeln, klare Jugendschutzregeln einzuführen und die Konsumenten „Steuern“ abführen zu lassen.
Wenn die „Belgischen Schweden“ die Marktposition der Mafia stärken und das Gemeinwohl schwächen wollten ist ihnen das gelungen – Bravo!

Widerspruchslose Akzeptanz… ?

Vor knapp drei Monaten  erfuhr ich den letzten Widerspruch auf einen meiner Kommentare in den Ostbelgischen Medien… seitdem völlige Funkstille.

Ist es den wirklich so, das mir alle zustimmen? Sind Diskussionsart und Argumente so treffend und überzeugend, das Nichts und Niemand mehr bereit ist die Prohibition zu unterstützen?
Hmmm… kann eigentlich nicht sein sonst würde ja irgendwer mal auf mich zukommen und versuchen Nägel mit Köpfen zu machen – aber auch da tut sich NICHTS. – Pfui!

Totgeschwiegen bekommt ihr das Problem niemals! Die Organisierte Kriminalität wird euch oder eines eurer Kinder irgendwann einmal töten… aber beim lösen der Gesellschaftlichen Fragen helfen die euch ganz sicher nicht!

Für die Kritiker! Hier noch einmal eine, fast vollständige, Liste auf alle von mir in den letzten drei Monaten kommentierten Artikel – mit der Bitte mir mal die Stirn zu bieten… oder die Sache zu unterstützen!

edit 23.09.2014 09:38:
Erfreulicherweise gab es dann heute sogar zwei Kommentare bei diesem Grenzechoartikel. „Heinrich de Achte“ war wahrscheinlich leider ne Fake-Identität und wurde gelöscht, darum sieht es etwas seltsam aus, das von mir zwei „zusammenhangslose“ Kommentare hintereinander stehen.

Größere Menge Drogen in Eupen sichergestellt: da hatte ich ja tatsächlich mal was bei OD kommentiert…

Senioren in der Alkoholfalle…

19 Besucher mit „Drogen“…

40 von 60 waren positiv…

In jedem 4ten Cafe qualmt es noch…

S.PA willCannabis legalisieren…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Expertin: „Von einem Drogentrip wird man nicht sofort abhängig“ LOL

Lüttich: Mutter stellt zwei Monate altes Baby mit Kokain ruhig Ja ne klar – Kokain macht Babys ruhig…

Löhne der förderalen Polizei können nicht bezahlt werden… …’weil Cannabis verboten ist… ;-)‘

Größter Drogenprozess… … oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Verfahren gegen wird verschoben… … Geld ist Macht – und davon hat die Mafia mehr wie der Staat.

Vernünftig regulieren bedeutet Leben zu retten!

Alkoholvergiftung ohne Betrunken zu sein? Ja nee… ist schon klar…

Wen wundert es…? Organisierte Kriminalität hat nun mal die besseren Karten.

Das Wirkspektrum von Cannabis beim Klettern erfahren ???

Illegaler Drogenmarkt in Limburg wird größer – ach nee, wer hätte das gedacht…

Besäufniss zweier Lehrer beendet Klassenfahrt…

9.000€, 2 Waffen und 500gr. Cannabis… und ein Feuer…

Ganz großer Schlag von Europol? http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=b1932bf1-e361-4631-9afb-45d22b1197b3#KommentareHeadTitel

Druck ausüben. Politik, Prokurat und Polizei in die Pflicht nehmen.

Franzosen wollen das Rauchen in Gegenwart von Kindern unter Strafe stellen…

Omg… „Wirken wie LSD oder Heroin“…

Polizeiprotest: Eine Woche keine Strafzettel? http://brf.be/nachrichten/national/801052/#comment-33448
Der wahrscheinlich  beste Kommentar bisher… ?!

Ich wurde „zitiert“… mein Wirken wirkt… 😉

Immer mehr Jugendliche als Drogendealer… … eideidaus wer hätte das gedacht…

1t Koks zwischen Bananen – was es nicht alles gibt…

Ich mach das nicht so gerne… aber es ist ehrlich: Oktoberfestkritik…

Freunde bei den Konsumenten mache ich mir nicht ;-)… wenn „ich“ aber mal das beste und günstigste Gras ermögliche..

„Es gäbe Mittel und Wege solchen Leuten die Kunden weg zu nehmen“…

Heroinwelle im Anmarsch… da helfen auch keine 330 beschlagnahmten Kilos…

Schluss mit Toleranzgrenze für Cannabisbesitz (in der Öffentlichkeit)…

Londons Partygänger lieben Lachgas…

Drogendealer in Schulnähe… … wo sonst? Regulierte Dealer gibts ja keine…

Jetzt ergab sich die Möglichkeit auch bei Ostbelgien-Direkt in die Diskussion einzusteigen. Das Ende der Duldungsregel:

Hausärzte trinken zu viel Alkohol | … das macht micht echt mal sprachlos… 😉

Polizeiaktion: Zwölf Cannabisplantagen ausgehoben Summasumarum wie immer ein sehr bescheidener Fahndungserfolg…

Drogendealer aus Malmedy verhaftet… Wie genau mit DIESEN Drogen umgehen? Weis ich auch nicht genau… nur eines ist sicher: Auf keinen Fall der Mafia überlassen!

Roger Bosten Fonds startet neue Ausschreibungsrunde Ich mache mit und passe auf… 😉

Ermittler fahnden nach entführten Studenten | Irgendwann auch bei uns…?!

US-Behörden warnen vor Marihuana in Halloween-Süßigkeiten … sooooo unnötig! Blöde Cannabislobby!

Mann verursacht zum dritten Mal einen Wohnungsbrand durch eine Zigarette (ich mache Werbung für RIZLA+ 😉 )

Großeinsatz zur Suche nach verschleppten Studenten in Mexiko Den Kommentar muss ich in drei Jahren wieder ausgraben

Mit Cannabis im Blut hinter dem Steuer |

De Wever kontert De Block |

„Wir brauchen keine drastischen Einschnitte“ | Herr Paasch! Sie dürfen mit mir sprechen… 😉

Zu Obamas Wahlschlappe ist zwar nur im letzten Satz was zu „Hasch“, aber auch da mach ich noch was draus ;-)…

US-Wähler stimmen für Legalisierung von Marihuana als Genussmittel Nichtkiffer und Eltern dürfen am meisten feiern.

Die Kommentare bitte nicht hier im Blog, sondern direkt beim Grenzecho / BRF abgeben… das Ganze ist ein öffentliches Thema!  Mir aber hier bitte Bescheid geben – weder BRF noch GE liefern eine „Meldung“ bei eingehenden Kommentaren.

 

Tirolerfest und Cannabis

WAS um Himmels Willen hat denn das Tirolerfest mit Cannabiszu tun?

Eigentlich nichts…

Aber wenn wir uns mit einer so weit südlich gelegenen Region so sehr verbunden fühlen… warum sollten wir dann auf dem Weg dorthin nicht einmal bei den Schweizern vorbei schauen?

Ähnliches Konzept wie das von mir für die DG vorgeschlagene Duldungsmodell.

 

„Mir“ läuft die Zeit weg… :-(

In der aktuellen Woche veröffentlichte die NewYorkTimes jeden Tag einen neuen Artikel in dem die Unvernunft des Cannabisverbotes dokumentiert wird.

Hier finden sich das englischsprachige Original.

Hier und Hier und Hier ein paar Deutschsprachige Meldungen dazu.

Grob zusammengefasst spricht sich die bedeutenste Zeitung der USA jetzt eineindeutig für einen legalen/regulierten Umgang mit Cannabis aus. Gut so…!

ABER!

Welches Legalisierungs/Regulierungsmodell erwartet uns aus den USA?
Der Staat vergibt an private  Firmen Anbaulizenzen – diese dürfen ihre Ware an, ebenfalls privat lizensierte, Abgabestellen weiterverkaufen.
Die Abgabestellen wiederum dürfen, unter Beachtung gewisser Jugendschutzbestimmungen, an jedermann verkaufen.
Aufgrund von „Selbstauskünften“ der Produzenten und Abgabestellen bekommt der Staat, wie bei allen andereren Waren die privatwirtschaftlich hergestellt werden, die entsprechenden Abgaben und Steuern. Als Kontrollmechanismen dienen einzig Lieferscheine, Rechnungen, etc.

Wir alle kennen diesen Herstellungs- und Vertriebsweg schon von legalen Alkoholika, Dort ist allen Produzenten und Abgabestellen daran gelegen einen möglichst hohen Umsatz und letztendlich privaten Gewinn zu generieren. Wieso das bei Cannabis anders sein sollte, bzw. warum ein ähnlicher Weg für Cannabis auch gut sein sollte, ist mir völlig schleierhaft!

Das Regulierungsmodell wie ich es für die DG vorschlage lässt weder Raum für diese Form der Kommerzialisierung noch werden Kinder und Jugendliche visuell in die Lage versetzt den Konsum oder Handel von Cannabis als normal zu empfinden. Cannabis in Supermärkten, Tankstellen oder an anderen Orten zu denen Kinder Zugang wird es mit mir nie geben!

Liebe Mitbürger, Politik, Justiz und Polizei!
Bitte helfen sie mit auf Basis existenter Regeln schon jetzt ein zukunftsträchtiges System zu entwickeln, bzw. zuzulassen welches:
– der nicht konsumierenden Gesellschaft keinen Schaden zufügt
– den Konsumenten genügend „Komfort“ und Qualität bietet
– der Mafia keinen Markt lässt

Wenn wir warten bis die internationale Entwicklung uns ein Legalisierungssystem aufs Auge drückt werden wir etwas bekommen was wir, als zu >90% nicht kiffende Gesellschaft, eigentlich SO NICHT woll(t)en!
Wir wollen das unsere Kinder bestmöglich geschützt sind und das die Gewinne nicht ins kriminelle Milieu abfließen. Alles darüber hinaus ist eigentlich nicht im Gesamtgesellschaftlichen Interesse!

Ich habe mehr Ahnung von der Materie als Polizei, Justiz, Gesellschaft, Politik, aber auch die Konsumenten können mir nicht das Wasser reichen! Das ist vermessen – JA… vielleicht! In jeder „Einzeldisziplin“ werde ich auch ganz bestimmt meinen Meister finden – in der Summe aber bin ich einer von sehr wenigen Menschen, die die gesamte Bandbreite dessen was im Moment geschieht überhaupt einigermaßen überblicken können und NICHT „den Kiffern“ das „Paradies“ oder sich selbst eine Goldgrube organisieren wollen.
Wenn „die DG“ sich meiner Erfahrungen und Einschätzungen nicht bedient wäre das definitiv dumm!

Ich werde meine Blog-Aktivität jetzt bis zu einem Gespräch mit der Grenzechoredaktion und dem Versuch des persönlichen Kontaktes zu André Desenfants und Andrea Tilgenkamp ruhen lassen.
Der Weg mit der Gesellschaft im Rücken auf Politik und Justitz zuzugehen ist viel zu langwierig… Dirko und Prokurator sind viel näher am Geschehen, kennen die wahren Fakten viel besser und besitzen im Zweifel auch die entscheidenden Befugnisse!