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DG Politiker nehmen Cannabis in den Mund… Joseph Maraite – I

Der Bürgermeister von Burg Reuland, Joseph Maraite, hat sich in den letzten Wochen mehrmals über Cannabis ausgelassen – und legte dabei ein brilliantes Unwissen an den Tag.

NIEMAND, auch der schärfste Verfechter eines Cannabisverbotes, ist mein Feind! Solange wir nicht persönlich miteinander gesprochen haben – sind die Chancen einen genügend umfassenden Blick auf die Thematik bekommen zu haben u.U. so schlecht gewesen, das ich kein Recht besitze diese Personen zu verurteilen.

Wenn DG Politiker sich zu Cannabis äußern und mit ihren Aussagen einzig und allein ihr Unwissen demonstrieren fühle ich mich auf den Plan gerufen. Natürlich werde ich zum einen meine üblichen Kommentare in den Medienberichten dazu abgeben. Zum anderen aber biete ich diesen Personen das vertrauliche Gespräch an.

Wie leider zu erwarten war hat Herr Maraite auf diese Mail keinerlei Reaktion gezeigt:

Sehr geehrter Herr Maraite!

Mein Name ist Peter Demmer, in der DG in Sachen Cannabis besser bekannt unter dem Synonym „Peter Norml“.

Ich bin die einzige Person in der DG, die offen und öffentlich für eine rationalere Cannabispolitik eintritt. Wie das GE in dem Zeitungsinterview v. 22.12.14 betont habe ich nichts von einem durchgeknallten Hippie oder Weltverbesserer. Im Gegenteil. Ich habe drei erwachsene Kinder – bin Opa – und habe mich gemessen am Alter und „Status“ auch noch „gut gehalten“ ;-).

Sie mögen Steuern auf Hanf beim Neujahrsempfang nur „humorvoll“ erwähnt haben. Sie wissen aber auch das in jedem Witz etwas Wahrheit steckt – in manchen sogar die Ganze!

Weil ich die Cannabisproblematik primär aus der Gesamtgesellschaftlichen Nichtkonsumentensicht betrachte bin ich sehr „gefährlich“ für alle die ohne greifbare Argumente strikt an dem totalen Verbot von Cannabis festhalten wollen. Ich besitze, auf die DG betrachtet, vermutlich mit über das breitbandigste Wissen in Sachen Cannabis und möchte dieses mit allen Gesellschaftlichen „Kräften“ teilen!

Ich möchte Sie dringend bitten die Gelegenheit zu nutzen sich mit mir einmal zu unterhalten. Ich werde Ihnen ganz sicher ein breiteres Sichtfeld auf Hanf eröffnen können – ohne Sie angreifen oder diskreditieren zu müssen! Ich suche das Gespräch keinesfalls zum „streiten“ – ich will „nur“, auf Basis verifizierbarer Fakten, informieren.

Was den meisten Menschen in Politik und Justiz überhaupt nicht bewusst ist, das unsere Feinde exakt die gleichen sind!

Ich habe viel Verständnis dafür, das es für Sie schwer sein dürfte mein Gesprächsangebot anzunehmen – wenn Sie es doch tun ist es selbstverständlich, das ich Ihnen 100%ige Vertraulichkeit zusichere!

Mit freundlichen Grüßen!

Peter Demmer (Norml)

Ich bedauere es wirklich sehr, das keine vertraulichen Gespräche gewünscht sind und ich „gezwungen“ werde in die Öffentlichkeit zu gehen um die Aussagen des Politikers DEUTLICH und SCHONUNGSLOS ins Rechte Licht zu setzen.

Mit den verqueren Aussagen des Herrn Maraite beschäftige ich mich etwas später – vielleicht will er ja doch nicht, das ich öffentlich mache wie er allen kriminellen Cannabisbauern in Burg Reuland hilft zukünftig unentdeckt zu bleiben… ?!?

Es kotzt mich schon an, auch für die Ermittlungsbehörden und Bürgermeister eine Tasche voll Fahndungsstrategien parat zu haben – aber nichts anwenden zu können!
Ja! Soll sich keiner was vormachen!
Mafia weg! Jugendschutz und Steuern her! In genau der Reihenfolge – am besten natürlich zeitgleich! Mit dem Teufel gehe ich für das Ziel keinen Bund ein aber ganz sicher mit dem Staat und all seinen Vertretern und Organen!

(Wie) will ich mich interviewen lassen? – Offene Antwort

Ein Teil der ostbelgischen Medien ist auf mich aufmerksam geworden. Dazu folgendes Zitat aus der letzten Mail des „Mediums“:

Unser Interesse an einem Interview ist in erster Linie geweckt worden, weil sie einen interessanten Vorschlag (Legalisierung von Cannabis in  der DG) gemacht haben, damit die DG mehr Einnahmen verbuchen könnte.

Zuvor fragte man meine grundsätzliche Bereitschaft zu einem Interview an, worauf ich folgendes antwortete:

Ein ganz klares Ja! Aber… ich würde das gerne im „Umfeld“ meiner Bewerbung für den „Roger Bosten Fonds“ siehe auch mein Kommentar http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=0f73f92a-dcf8-4a0a-8742-c4b728961fd4&mode=all&arv=1 erledigen können… Sobald ich mein Bewerbungskonzept verschriftlicht habe seid ihr die ersten die es zu lesen bekommen – das wird dann auch ein guter und würdiger „Aufhänger“ für ein Interview sein.

Da ich ja noch nie einen wirklichen Vorschlag zur „LEGALISIERUNG von Cannabis in der DG“ gemacht habe – sondern nur einen Weg beschreibe – wie innerhalb des existierenden Verbotes und der zusätzlich geltenden Duldungsregeln die Gewinne der Organisierten Kriminalität zu Gunsten der Bevölkerung umgeleitet werden könnten – scheint also auch bei denen die mich interviewen wollen noch ein gewisses Verständnis- oder Informationsdefizit vorzuliegen ;-). Nicht nur dieses Missverständnis möchte ich mit meinem Konzept zu der „Roger Bosten Fonds Ausschreibung“ ausräumen – bevor die Zeit für weitergehende Schritte gekommen sein wird.

Da ich den Rahmen, mit dem ich mich für den „Roger Bosten Fonds“ bewerben will aber noch überhaupt nicht veröffentlicht habe muss ich das hier jetzt mal „schnell“ nachholen:

Folgender Auszug aus oben bereits verlinktem GE-Artikel trifft bei mir natürlich mitten ins Schwarze:

Im Fokus sollten dieses Mal folgende Themen stehen: Prävention und Bekämpfung von Drogen- und Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen,…

Ich bin ja der festen Überzeugung, dass der Kern aller Drogenprobleme in zwei Dingen zu suchen ist.
A) Ungenügende Aufklärung.
B) Fehlende bzw. mangelhafte staatliche Regulierung.

Ohne im Vorfeld die nötige Aufklärung geleistet zu haben ist es illusorisch zu glauben das konkrete Regulierungsmodelle für Cannabis durchgesetzt werden könnten.
Darum möchte ich mit Hilfe des „Roger Bosten Fonds“ der Bevölkerung in Ostbelgien die Möglichkeit geben sich möglichst breitbandig zum Thema Drogen informieren zu können.

Da weder ich das Preisgeld einstreichen möchte, noch eine andere Organisation mit diesem Geld etwas „wirklich Weltbewegendes reißen“ können wird, schlage ich vor das alle in der DG mit der Drogenproblematik betroffenen bzw. „sich dazu berufen fühlenden“ Organisationen, Institutionen und Personen (6 – 12 Stk.) ein Jahr lang jeden Monat 1x ein öffentliches „Forum“ bilden.
Jede der „Organisationen“ bekommt an jeweils einer der Zusammenkünfte die Gelegenheit über sich, ihre Meinung, Tätigkeit oder sonstiges Drogenbezogene Thema ausgiebig zu „referieren“. Im Anschluss an die „Vorträge“ bekommen die anderen Forenmitglieder kurz Gelegenheit zu dem Referat Stellung zu beziehen. Danach begibt sich das „Forum“ in das offene Gespräch mit der Bevölkerung.

Der „Roger Bosten Fonds“ stellt Räumlichkeiten, Technik (Beamer, Flipboard, Videomitschnitt, etc.) und einen „neutralen“ Gesprächsleiter. Des Weiteren hilft der Fonds eine möglichst hochkarätige Besetzung des Forums zusammengestellt zu bekommen.
Zu meinen Traumpartnern würden auf jeden Fall Vertreter der DG-Parteien, Justiz und Polizei zählen. Unglaublich würde ich mich auch über beteiligende Medien (GE, BRF) die zusätzlich zu eigenen journalistischen Beiträgen u.U. auch sehr gut externe Fachleute laden könnten?!
In der Summe würden wir der Bevölkerung und damit unseren Kindern einen unsagbaren Dienst erbringen! Denn nichts schützt Kinder besser vor Drogen wie Eltern die wissen wovon sie reden wenn sie von Drogen reden und nicht nur glauben sie wüssten wovon sie reden!

Ich möchte natürlich ein Mitglied dieses Forums sein. Des Weiteren werde ich alles in meiner Macht stehende tun um den „Roger Bosten Fonds“ bei der Durchführung dieser Veranstaltungen zu unterstützen. Für alle Veranstaltungen zu denen die anderen Forenmitglieder keinen Vortrag halten wollen/können erkläre ich mich bereit einen „Ersatzbeitrag“ zu erarbeiten.

Insbesondere angesichts der aktuellen globalen Diskussion und Entwicklung wäre es doch fast schon „grob fahrlässig“ irgendeiner einzelnen Kampagne/Organisation oder Person das Geld „hinterher zu werfen“ und so der Bevölkerung die Gelegenheit zu nehmen sich eine freie und selbst gebildete Meinung, über den „Stand der Zeit“ in Relation zu den Ansichten und Erkenntnissen der Forenmitglieder, machen zu können!

Da auch mein ganz persönliches Interesse im Grunde viel mehr im Bereich „Prävention durch Aufklärung“ zu suchen ist denn darin mit einem zu früh präsentierten, weil nicht verstandenem, Regulierungskonzept Türen zu zuschlagen… sage ich im Moment also noch ein ganz klares NEIN zu einem Interview in Sachen „Cannabis Regulierungsmodell“ aber auch ein ebenso klares JA zu jeglicher Frage in Sachen „Roger Bosten Fonds“.

Mit diesem Vorschlag werde ich definitiv an die breite Öffentlichkeit gehen – denn er ist, spätestens nach einer Machbarkeitsanpassung die durch den Fond und die Forenmitglieder erfolgen soll, richtig gut!
Alle die, die aufgrund ihres Amtes oder ihrer Position mit auf das Forum gehören – sich einer solch breitbandigen und ergebnisoffenen Diskussion aber nicht stellen fürchten einzig das Ergebnis weil sie bereits wissen das es im Widerspruch zum eigenen Dogma ausfallen wird. DANKE dass diese Realitätsverweigerer dem Forum fern bleiben und so erst die Basis für eine konstruktive Arbeit bilden!

 

„Anpassung“ der belgischen Duldungsregeln – I

Die nationalen und „christlichen“ Flamen… dürfen endlich mal Härte zeigen und mit diesem „Zustand“ aufräumen. Innerhalb der „Schwedenkoalition“ hat man es geschafft die Koalitionsvereinbarung auch in Sachen Drogenpolitik mit konsequenter Rückwärtsgewandheit zu brandmarken.

Die Möglichkeit in Belgien bei erwachsenen Personen bei einem Cannabisfund von 3gr. bzw. einer Pflanze von Verfolgung/Bestrafung abzusehen und der Person das Cannabis nicht abnehmen zu müssen wurde „kassiert“. Das sogenannte „Antwerpener Modell“ soll auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Hier ein paar flämische Links

http://www.demorgen.be/binnenland/gedaan-met-gedoogbeleid-bezit-en-gebruik-van-softdrugs-opnieuw-vervolgd-a2081762/

http://www.gva.be/cnt/dmf20141010_01313468/antwerpse-nultolerantie-cannabis-veralgemeend

 http://www.hbvl.be/cnt/dmf20141010_01313465/softdrugs-weer-overal-bestraft

… ein paar wallonische…

http://www.lalibre.be/actu/belgique/la-consommation-et-la-possession-de-cannabis-a-nouveau-poursuivies-54376a9735708a6d4d5d19e0

http://www.actualitesdroitbelge.be/presse/le-gouvernement-michel-adopte-une-tolerance-zero-face-au-cannabis

und das Grenzecho:

http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=6acd8005-167b-4429-b697-b35f7ab121c9

Einzig in der Koalitionsvereinbarung verschriftlichte Aussage zu diesem Thema ist:

Het bezit van drugs is verboden. Het gebruik van drugs in de publieke ruimte kan niet het voorwerp uitmaken van een gedoogbeleid.

Nachzulesen im Koalitionsvertrag

Ok, „Konsum- und Handelsverbot in Gegenwart Minderjähriger“ (was ja quasi dem „publieke ruimte“ entspricht) empfehle ich ja sowieso für alle Drogen – die bei der WHO als Droge gelten (also auch Tabak und Alkohol). Und noch mal OK – Duldungsregeln sollten wirklich nicht dazu dienen den Konsum von Drogen im öffentlichen Raum zu ermöglichen!
Ganz nüchtern betracht besagt der erste Satz das der Besitz von Drogen verboten ist. Eideidaus! Wirklich? Alle Drogen  von denen die WHO sagt sie seien Drogen? Na dann viel Spaß beim nächsten Tiroler- oder Oktoberfest… 😉
Sie werden wohl Cannabis meinen… ist dies doch die einzige Droge zu der es überhaupt eine „Duldungsregel“ gibt/gab – aber es ist hinlänglich bekannt, das bei Drogen im Regelfall nur Wissenschaftler, Eltern und Konsumenten wirklich wissen wovon sie reden – christlich/nationalkonservative Politiker hingegen „nie“… 😉

Das „publieke ruimte“ scheint ruimte zu lassen für Spekulationen… Immer wieder findet sich, mehr oder weniger leicht abgewandelt, auch folgende Aussage:

Het regeerakkoord maakt het gebruik en het bezit van cannabis op straat overal verboden. “Cannabis op straat wordt zonder meer verboden. Die boodschap moet voor iedereen duidelijk zijn”, zo wordt ons bevestigd bij de N-VA.

Werden die aktuell noch gültigen Regeln dahingehend angepasst, das der Öffentliche Raum ausgeschlossen wird, der Duldungsspielraum aber für die eigenen vier Wände weiter gilt?
Es wäre zumindest ein theoretisch großer Unterschied… immerhin gäbe es für die Konsumenten noch die Möglichkeit sich mit einer Pflanze zu Hause zu versorgen ohne direkt ein Verbrecher zu sein.

Mein Versuch hingegen ein Modell zu entwickeln/vorzuschlagen das von Justiz, Gesellschaft und Konsumenten annahmefähig gewesen wäre ist vorerst gescheitert. Die nun nicht mehr gegebene Möglichkeit, versiegeltes, Cannabis von einer „Abgabestation“ ins Heim des Konsumenten bringen zu können macht das Verfahren hinfällig.
Ebenso hinfällig ist jetzt die Möglichkeit damit der Organisierten Kriminalität ordentlich ans Bein zu pinkeln, klare Jugendschutzregeln einzuführen und die Konsumenten „Steuern“ abführen zu lassen.
Wenn die „Belgischen Schweden“ die Marktposition der Mafia stärken und das Gemeinwohl schwächen wollten ist ihnen das gelungen – Bravo!

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – II

Aha… die belgische Justitz und ihre Drogenprozesse…

Zwei Prozesse laufen gegen den MamboSocialClub. Ein Zivilrechtlicher und ein Strafrechtlicher. Im Zivilrechtlichen Verfahren geht es um die Frage ob der MamboSocialClub ein staatlich akzeptierter vzw (VoG – Verein ohne Gewinnabsichten) ist, oder ob es sich dabei um den Deckmantel für eine kriminelle Organisation handelt. Im Strafrechtlichen Prozess geht es um die Frage ob gegen geltendes Strafrecht verstoßen wurde.

Im ersten Prozess vom 09.09.2014 sollte die Zivilrechtliche Seite geklärt werden – dieses Verfahren legte der Richter aber nach äußerst kurzer Verhandlungszeit erst einmal auf Eis. Eine Beurteilung der Zivilrechtlichen Situation ist ohne ein Ergebnis aus der Strafrechtlichen Verhandlung nicht möglich.
Also selbst mir als Laien scheint es völlig klar, das solange nicht geklärt ist ob ein Verein sich Strafrechtlicher Vergehen schuldig gemacht hat, die Zivilrechtliche Seite nicht befriedigend beurteilt werden kann – Warum die Staatsanwaltschaft glaubt es ginge andersherum – dürfte wohl selbst den Staatsanwalt in Erklärungsnot bringen.

Die Forderung des Staatsanwaltes im Zivilrechtlichen Prozess nach der Aberkennung des Clubs als VoG ist erstmalig. In den Prozessen gegen TrektUwPlant war diese Frage nie Bestandteil der Verfahren – sie betrachteten einzig die Strafrechtlichen Belange.

Es ist schon ziemlich unerträglich, wie die belgische Justitz aktuell mit Verfahrensmissständen (siehe auch Aquino-Prozess) Steuergelder verpuffen lässt ohne dabei (Zwischen)Ergebnisse zu erzielen.

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – I

Parallel zum heutigen Prozess gegen den MamboSocialClub in Hasselt möchte ich meine Pros und Contras bezüglich der 5 „offiziellen“ belgischen Cannabis Social Clubs noch einmal verdeutlichen.

Die fünf Belgischen Cannabis Social Clubs in Antwerpen, Lüttich, Andenne, Namur und Hasselt funktionieren im Prinzip wie folgt:
Mitglied kann werden wer das 18. bzw. 21. Lebensjahr vollendet hat und schon vor Eintritt in den Club einen persönlichen Bedarf an Cannabis hatte. Manche Clubs legen noch weitere Zutrittskriterien bzgl. Vorstrafen, bei Drogendelikten oder der Teilnahme an organisierter Kriminalität, an. Die Mitglieder müssen desweiteren bestätigen das sie nur in einem Club Mitglied sind und auch ansonsten ihre „Lizenz“ nicht anderweitig verbraucht haben. Für jedes Mitglied wird eine „Identifikationskarte“ erstellt auf der die persönlichen Daten festgehalten sind. Diese Karte befindet sich immer bei der Pflanze welche für das Mitglied, an einem zentralen Ort zusammen mit den Pflanzen anderer Mitglieder, angebaut wird.
Die Mitglieder decken mit einem Jahresbeitrag von rund 25€ die organisatorischen Kosten ab.

Der Professor der Kriminolgie Tom de Corte von der Uni Gent macht aktuell eine Untersuchung der belgischen Cannabis Social Clubs. Er fasst zusammen, das das Cannabis Social Club Modell eine ‘waardevolle denkpiste’ ist um zu einem goldenen Mittelweg, in dem Dilemma zwischen totalem Verbot und der völligen liberalisierung von Cannabis, zu kommen.

Was ich gut finde an den existierenden belgischen CSC´s:

  • Dieses Cannabis kann ohne Beteiligung der Organisierten Kriminalität hergestellt werden..
  • Effektive Jugendschutzmaßnahmen können installiert werden.
  • Verbraucherschutz durch Streckmittel- und Pestizidfreie Qualitäten wird möglich.

Was ich schlecht finde:

  • Keine staatliche Kontrolle bezüglich der Umsetzung der voran genannten positiven Punkte.
  • Kein Steuereinnahmen für die Gemeinschaft.
  • Keine transparente Finanzstruktur – weder für die Mitglieder noch für die Gemeinschaft.

Der Tabak- und Alkoholindustrie hat man lange Zeit einen sehr großen Rahmen zur „Eigenverantwortlichen Selbstkontrolle“ eingeräumt – und das ist nun wirklich nach Hinten los gegangen. Wieso die Selbstkontrolle bei Cannabis jetzt plötzlich besser funktionieren sollte ist mir schleierhaft – insbesondere wenn ich mir den teilweisen Missbrauch des CSC-Modells in Spanien ansehe (z.B. Touristen werden auf der Straße geworben Mitglieder zu werden und so versteckten sich eben doch auch kriminelle „Elemente“ hinter diesem Modell.)

Was ich SO RICHTIG SCHLECHT finde:

  • Die belg. CSCs beginnen ihre Projekte ohne den vorrangegangenen Versuch mit der Justiz einvernehmliche Verfahren zu finden.
  • Die belg. CSCs zahlen keinerlei freiwillige „Steuern“ an die Gemeinschaft.

‚TrektUwPlant“ in Antwerpen (der erste öffentlich agierende CSC in Belgien) hat in seiner Geschichte beide Verfahren in zweiter Instanz gewonnen. Wieso weder TrektUwPlant noch Justiz und Steuerbehörden daraufhin den nächsten Schritt suchen um auch gegenüber der nicht konsumierenden Bevölkerung „Gerechtigkeit“ walten zu lassen ist mir schleierhaft – und beweist mir das beide Seiten weder völlig Aufrichtig handeln, noch ernsthaft gewillt sind gerechte Lösungen zu erarbeiten.

Tirolerfest und Cannabis

WAS um Himmels Willen hat denn das Tirolerfest mit Cannabiszu tun?

Eigentlich nichts…

Aber wenn wir uns mit einer so weit südlich gelegenen Region so sehr verbunden fühlen… warum sollten wir dann auf dem Weg dorthin nicht einmal bei den Schweizern vorbei schauen?

Ähnliches Konzept wie das von mir für die DG vorgeschlagene Duldungsmodell.

 

Paradoxien im Belgischen Duldungsmodell Teil-1

In dieser ministeriellen Richtlinie von 25.01.2005 wird erwachsenen Menschen der Besitz von 3gr. Cannabis ODER höchstens einer Pflanze, auf belgischem Boden, zugestanden.

Ok, 3gr ist eine ziemlich klar definierte Menge – aber was bitte schön ist, ähnlich präzise, unter „höchstens eine Pflanze“ zu verstehen?
Auf den Seiten niederländischer Samenzüchter befinden sich Gewichtsangaben von bis zu 800gr / Pflanze im südländischen Freilandanbau. Ein Züchter in Alaska, der legale Anbaulizenzen für Cannabispatienten verwaltet, wirbt damit bis zu 1,2kg / Pflanze und 2 Ernten / Lizenz im Jahr zu erreichen. In „Growerforen“ finden sich Berichte die bis zu 500gr / Pflanze erreichen. Es sind wohl spezielle Vorrichtungen und Anbaumethoden notwendig um diese Werte bei nur einer Pflanze zu erreichen – aber es geht – und eine Pflanze bleibt nun mal eine Pflanze.

So schwankt also die Menge an Cannabis die man als erwachsene Person in Belgien legal, bzw. geduldet, besitzen und behalten darf zwischen 0gr und ~1200gr.
Maximal 3gr wenn die Herkunft nicht von einer eigenen einzelnen Pflanze stammt – und eine quasi beliebige Menge wenn sie von einer einzelnen eigenen Pflanze stammt.

„Quasi beliebige Menge“ finde ich eigentlich gut. Denn das bietet starken Konsumenten und große Mengen benötigenden Patienten ausreichend „Raum“, ohne Cannabis aus kriminellen Strukturen, auskommen zu können – zumindest für einen immer wieder lang unterbrochenen Zeitraum in dem keinerlei legaler Besitz von konsumierbarem Cannabis möglich ist.

Warum ein „immer wieder lang unterbrochener Zeitraum“?
Wenn ein Konsument beschließt, sich unabhängig von krimminellen Dealern, selbst versorgen zu wollen setzt er einen Samen in die Erde. Ab dem Keimungszeitpunkt besitzt der Konsument eine Pflanze – das ist geduldet. Zusätzliches, bereits konsumierbares Cannabis bleibt ihm jedoch verwährt – denn dann hätte er ja eine Pflanze UND noch etwas „aus nicht eigener einzelner Pflanze“ – das ist verboten. Rund ein halbes Jahr lang muss der Konsument jetzt warten bis seine Pflanze ausgewachsen und konsumierbar ist. Solange diese Pflanze nicht völlig verbraucht (sprich konsumiert) ist, besitzt der Konsument die in der Richtlinie geduldete Menge von „höchstens einer Pflanze“. Erst wenn diese Menge auf Null gegangen ist, kann der Konsument wieder eine neue Pflanze beginnen wachsen zu lassen…
Egal wie wir es drehen und wenden… ein Konsument alleine kann sich auf einem geduldeten Weg niemals durchgängig versorgen – AUSSER er kauft immer Mengen kleinergleich drei Gramm aus illegaler Quelle.
JA! Für den Konsumenten geht eine durchgängig geduldete Versorgung einzig und allein über den Weg, sich konsequent und ausschließlich aus krimineller Quelle mit Mengen kleinergleich drei Gramm zu versorgen.
Hätte der Gesetzgeber eine Pflanze im „konsumfähigen Zustand“ UND eine Pflanze „in Vorbereitung zur Konsumfähigkeit“ zugestanden – wäre dem Gesetzgeber wirklich daran gelegen gewesen den einfachen Konsumenten von den Dealern zu trennen. Woran ist dem Gesetzgeber gelegen gewesen als er dem Konsumenten nur mit den „3gr aus beliebiger/krimineller Quelle“ einen praktikablen Weg mitgab? Keine Ahnung! Vergessen hat der Gesetzgeber auf jeden Fall das wahre Kriminelle mit dieser Reglung Zulauf statt Umsatzeinbußen erfahren.

 

„Streicheleinheiten“ für „die Kiffer“?!

Wie liest sich eigentlich aus dem Blick eines „Kiffers“ das was ich bisher, rund um das von mir vorgeschlagene „Cannabisabgabemodell für die DG“, geschrieben habe?

Bis hierher muss der Konsument sich also erst einmal bei einem Notar registrieren – rund 75€ könten einmalig fällig werden – der Konsumentenname „verschwindet“ man wird zur Nummer und bekommt eine elektronische „ID-Karte“ mit Pin.
Ab dann wird der Konsument mit versiegelten und auf seine ID registrierten Transportverpackungungen konfrontiert welche er nur in seinem privaten Umfeld öffnen aber danach nicht mehr in die Öffentlichkeit tragen darf.

Mit der Coffeeshop“romantik“ in den Niederlanden hat das natürlich nur sehr wenig zu tun und eine Registrierung als „Kiffer“ und damit einhergehende potentielle Stigmatisierung ist den Konsumenten grundsätzlich zu tiefst zu wider – die Niederländischen Versuche mit einer nicht anonymisierten Registrierung sind deswegen kläglichst gescheitert.
Darum möchte ich die Zuordnungsfähigkeit zum Realnamen einzig in die Hände eines Notars geben. Sollte die Polizei suspekte Verpackungen finden wird der Notar natürlich die Zuordnung zum Namen herstellen. Bei korrekt versiegelten und mit der zugehörigen ID-Karte transportierten Verpackungen wird die Polizei hingegen auf das einfache Protokoll verzichten können – da im Zweifel die Zuordnungsfähigkeit über den Notar ja gegeben wäre.

Eines dürfen die „Kiffer“ bitte nicht aus den Augen verlieren! Mein Plan der DG einen Weg aufzuzeigen wie man der Organisierten Drogenkriminalität das Brot und die Butter nehmen kann basiert auf existierenden Gesetzen bzw. Anweisungen. Ich möchte keine Gestze ändern! „Ich“ möchte möglichst verbindliche Absprachen mit denen treffen die die Gesetze machen und überwachen.
Insbesondere das Prokurat muss an die absolut alleräusserste Grenze dessen gehen was die Richtlinien hergeben könn(t)en. Ich möchte gegenüber dem „Staat“ ein möglichst wasserdichtes System „entwickeln“ bei dem der „Staat“ sich sicher sein kann nicht „versehentlich“ zum Mittäter bei einem eventuellen Missbrauch zu werden. Das lässt sich nur erreichen wenn der „Staat“ die maximale Macht in dem ganzen System bekommt und jedes einzelne Gramm lückenlos nachverfolgt werden kann.
Wenn ihr „Kiffer“ möglichst schnell ein gesellschaftliches und politisches Umdenken erreichen wollt müsst ihr bereit sein innerhalb der exitierenden Gesetze „alles zu geben“ und der Gesellschaft und Politik vorleben, das ihr wirklich ein normaler Teil der Gesellschaft seid und auch unter einem strengen Regulierungsmodell lieber ein Teil der Gesellschaft bleibt statt Teil der Finanzierung krimineller Organisationen zu sein!

Ach ja „Streicheleinheiten“…
Es gibt ein absolutes NoGo.
Im Niederländischen, aber auch in Uruguay bekannt als „15%-Grenze“ und „Staatswiet“ bzw. „McDope“.
Bei der Notariellen Anmeldung zum System kann jeder Konsument seine favorisierten Sorten angeben – aus diesen Informationen werden mind. die 10 beliebtesten Sorten als Basissorten angebaut werden – regelmäßige Umfragen an den Abgabestellen ergänzen/verändern das Angebot gemäß den Konsumentenwünschen!
Wie sich Politiker erdreisten können entgegen wissenschaftlichen Empfehlungen den Konsumenten „kastriertes Einheitsgras“ verkaufen zu wollen – zeigt auf erschreckende Weise wie weit weg die Politik in diesem Thema doch vom echten Leben entfernt ist.

 

Abgabestelle = Coffeeshop ?

Nein.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Richtlinie vom 25.01.2005) bieten keinerlei Spielraum einen Ort zu schaffen an dem Horeca und Cannabishandel oder/und Horeca und Cannabiskonsum  miteinander einher gehen könnten. Selbst für, als ‚Privatclub‘ deklarierte, „Konsumräume“ sehe ich unter der derzeitigen Rechtslage schwarz.
Grundsätzlich bin ich GEGEN „optisch attraktive“, sich im gemeinschaftlichen Lebensraum befindende,  „Coffeeshops“.

Abgabestellen hingegen muss es geben. Diese müssen gut erreichbar sein (der Mafiadealer darf nicht aufgrund von Entferungsvorteilen attraktiver für die Konsumenten sein). Die Abgabestellen sind aber nicht in der Nähe von Schulen und liegen auch nicht an den „Fußverkehrswegen“ von Kindergärten, Spielplätzen, Einkaufszentren. An diesen Abgabestellen kann nur mit gültiger Lizenz Cannabis bezogen werden. Das Cannabis wird dort versiegelt abgegeben. Bei der Abgabe an den Konsumenten wird dem Siegel die Lizenznummer hinzugefügt. Das Siegel darf in der Öffentlichkeit nicht gebrochen werden. Unversiegeltes Cannabis darf den privaten Bereich nicht mehr verlassen.

Die Polizei kann bei einem Cannabisfund in Sekundenschnelle erkennen ob es sich um einen Teilnehmer am „CannabisAusDerDG“-Projekt handelt und ob sich dieser an die Regeln hält. Nichtteilnehmern bleibt der Zugang zum „DG-Cannabis“ verwehrt. Nichteinwohnern der DG sowieso.

In diesem Artikel gibt es ein paar mehr Eckdaten zu dem was ich mir vorstelle…

 

 

Erste Eckdaten

Einige Eckdaten meines geplanten Regulierungsmodells für die Deutschsprachige Gemeinschaft basierend auf dieser Richtlinie vom 25.01.2005.

Ein Notar verwaltet die Personengebundenen, für eine Pflanze gültigen, Lizenzen. Die Zuordnung von Lizenznummer zur realen Person kann nur bei diesem Notar erfolgen.

Personen ab dem vollendeten 21. Lebensjahr erhalten eine „volle Lizenz“. Junge Erwachsene zwischen dem vollendeten 18. und 21. Lebensjahr erhalten eine „1/3 Lizenz“. Die Inhaber einer Volllizenz können maximal 3 Gramm täglich beziehen, die Inhaber einer Drittellizenz dementsprechend max. 1 Gramm täglich.

Im Anbaubetrieb wird für jede Volllizenz und je angefangene drei Drittellizenzen maximal eine Pflanze angebaut oder geerntet oder getrocknet oder für die Abgabe vorgehalten. Eine Pflanze gilt erst dann als nicht mehr existierend, wenn von der Abgabestelle der vollständige Verbrauch gemeldet wird – erst dann darf der Anbaubetrieb einen neuen Setzling erzeugen oder Samen einpflanzen.
Anbaubetrieb, Abgabestelle, Prokurat und Polizei besitzen tagesaktuelle Informationen über die gültigen Lizenznummern. Polizei, Prokurat und Abgabestellen besitzen jederzeit die Möglichkeit eine Lizenz für ungültig zu erklären. Unabhängig davon ob diese Ungültigkeit zeitlich befristet oder dauerhaft sein wird muss der Anbaubetrieb daraufhin eine Pflanze vernichten. Pflanzen welche auf Basis  von Drittellizenzen angebaut werden müssen erst bei erlöschen der letzten Lizenz vernichtet werden.

Die Örtlichkeit des Anbaubetriebes ist nicht Öffentlich. Oberste Schlüsselgewalt und Vetorecht bzgl. der dort arbeitenden Personen besitzen Polizei und Prokurat. Alle Bereiche des Anbaubetriebes werden der Polizei sowohl Visuell als auch technisch Remoteadministrierbar vollumfänglich 24/7 zur Verfügung gestellt.

Der gesamte Prozess vom Anbau bis zur Abgabe sollte wissenschaftlich und soziologisch von einer interessierten Universität begleitet werden. Wenn die Polizei die Möglichkeiten zur forensischen Erfahrungserweiterung nicht nutzen würde wäre sie selbst Schuld.

Eigentlich sollte man jetzt schon recht deutlich erkennen, das ich keinen Cannabis Social Club gründen will, der irgendwie am Rand der Duldungsmöglichkeiten funktioniert und ähnlich wie Trekt Uw Plant mehr vor Gericht prozessieren muss als das er seinen Mitgliedern eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten könnte – aber nur die Kontinuität ist es, die der Organisierten Kriminalität auch wirklich das Wasser abgraben könnte. Das brechen oder auch nur beugen von Gesetzen, ist mir absolut fern – denn das was ich vorschlage bekommt so oder ähnlich irgendwann sowieso den breiten „Segen“ von Gesellschaft, Prokurat, Polizei und den Konsumenten… das ist sicher. Die Frage wird dann nur sein ob die DG bis dahin diese Gelder und Arbeitsplätze der Organisierten Kriminalität oder den Steuern zahlenden Bürgern gegeben hat. Ob die DG fremde Technik und Know How dann importieren muss – oder ob die DG dann Know How und Technik exportieren kann.