ID – Verfahren gesucht…

Angenommen, Gesellschaft, Politik und Jusitz würden innerhalb dieser „Duldungsregeln“ ein „System nach meinem Vorschlag“ umsetzen wollen wäre das folgende die erste praktisch zu lösende Aufgabe:

Gesucht wird ein Verfahren mit dem für jeden Konsumenten eine eineindeutige und sichere ID erstellt werden kann.

  • Die ID kann nur von, dafür zugelassenen/akzeptierten, Notaren erstellt werden. Zusätzlich zur digitalen ID erstellt der Notar eine ID-Karte für den Konsumenten und eine ID-Karte für den Anbaubetrieb. Gute Fälschungssicherheit ist erwünscht. Elektronische Lesbarkeit ist notwendig. Aus der ID oder den Karten dürfen sich die persönlichen Daten des Inhabers keinesfalls ermitteln lassen. Einzig der Notar besitzt eine unterschriebene Anmeldeurkunde. Sie ist die einzige Verbindung von der ID zur realen Person. ggf. können vorgedruckte, ebenfalls mit einer ID versehene, Anmeldeurkunden die User-ID-Generierung und Verschlüsselung deutlich vereinfachen?!
  • Annhand einer zentralen Datenbank können die Notare Doppelanmeldungen erkennen und verhindern. Die Abgabestellen bestimmen auf Basis der selben Datenbank die gültigen IDs. Von 0:00 – 24:00 eines jeden Tages wird die auf diese ID und an diesem Tag bezogene Menge gespeichert um Mengenmissbrauch verhindern zu können.
  • IDs müssen gelöscht, gesperrt, und zeitlich begrenzt werden können. Bei Verlust einer der ID-Karten muss eine vom „Original“ differierende „Ersatz“-ID erzeugbar sein.
  • Das gesamte System muss in der Ausführung von Hard- und Software dem CCC „gut gefallen“ – und fefe soll auch mal etwas freudiges aus Belgien berichten können… 😉
  • Polizei und Justiz haben natürlich ebenfalls Zugriff auf die Datenbank und können mit Hilfe dieser Bestandskontrollen bei den Anbaubetrieben und Abgabestellen durchführen. Aber auch die Polizei kann ohne die beim Notar hinterlegte Urkunde nicht von der ID auf die Person schließen. Erst bei Verdacht auf strafrechtlich relevante Verwendung einer ID verliert diese ID ihre Anonymität und wird vom Notar gegenüber den Ermittlungsbehörden in die echte Identität aufgelöst.

Ich suche jetzt dringend erst einmal nach Experten (Kryptologen), die diese Aufgabe überhaupt bewerten können.

Widerspruchslose Akzeptanz… ?

Vor knapp drei Monaten  erfuhr ich den letzten Widerspruch auf einen meiner Kommentare in den Ostbelgischen Medien… seitdem völlige Funkstille.

Ist es den wirklich so, das mir alle zustimmen? Sind Diskussionsart und Argumente so treffend und überzeugend, das Nichts und Niemand mehr bereit ist die Prohibition zu unterstützen?
Hmmm… kann eigentlich nicht sein sonst würde ja irgendwer mal auf mich zukommen und versuchen Nägel mit Köpfen zu machen – aber auch da tut sich NICHTS. – Pfui!

Totgeschwiegen bekommt ihr das Problem niemals! Die Organisierte Kriminalität wird euch oder eines eurer Kinder irgendwann einmal töten… aber beim lösen der Gesellschaftlichen Fragen helfen die euch ganz sicher nicht!

Für die Kritiker! Hier noch einmal eine, fast vollständige, Liste auf alle von mir in den letzten drei Monaten kommentierten Artikel – mit der Bitte mir mal die Stirn zu bieten… oder die Sache zu unterstützen!

edit 23.09.2014 09:38:
Erfreulicherweise gab es dann heute sogar zwei Kommentare bei diesem Grenzechoartikel. „Heinrich de Achte“ war wahrscheinlich leider ne Fake-Identität und wurde gelöscht, darum sieht es etwas seltsam aus, das von mir zwei „zusammenhangslose“ Kommentare hintereinander stehen.

Größere Menge Drogen in Eupen sichergestellt: da hatte ich ja tatsächlich mal was bei OD kommentiert…

Senioren in der Alkoholfalle…

19 Besucher mit „Drogen“…

40 von 60 waren positiv…

In jedem 4ten Cafe qualmt es noch…

S.PA willCannabis legalisieren…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Expertin: „Von einem Drogentrip wird man nicht sofort abhängig“ LOL

Lüttich: Mutter stellt zwei Monate altes Baby mit Kokain ruhig Ja ne klar – Kokain macht Babys ruhig…

Löhne der förderalen Polizei können nicht bezahlt werden… …’weil Cannabis verboten ist… ;-)‘

Größter Drogenprozess… … oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Verfahren gegen wird verschoben… … Geld ist Macht – und davon hat die Mafia mehr wie der Staat.

Vernünftig regulieren bedeutet Leben zu retten!

Alkoholvergiftung ohne Betrunken zu sein? Ja nee… ist schon klar…

Wen wundert es…? Organisierte Kriminalität hat nun mal die besseren Karten.

Das Wirkspektrum von Cannabis beim Klettern erfahren ???

Illegaler Drogenmarkt in Limburg wird größer – ach nee, wer hätte das gedacht…

Besäufniss zweier Lehrer beendet Klassenfahrt…

9.000€, 2 Waffen und 500gr. Cannabis… und ein Feuer…

Ganz großer Schlag von Europol? http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=b1932bf1-e361-4631-9afb-45d22b1197b3#KommentareHeadTitel

Druck ausüben. Politik, Prokurat und Polizei in die Pflicht nehmen.

Franzosen wollen das Rauchen in Gegenwart von Kindern unter Strafe stellen…

Omg… „Wirken wie LSD oder Heroin“…

Polizeiprotest: Eine Woche keine Strafzettel? http://brf.be/nachrichten/national/801052/#comment-33448
Der wahrscheinlich  beste Kommentar bisher… ?!

Ich wurde „zitiert“… mein Wirken wirkt… 😉

Immer mehr Jugendliche als Drogendealer… … eideidaus wer hätte das gedacht…

1t Koks zwischen Bananen – was es nicht alles gibt…

Ich mach das nicht so gerne… aber es ist ehrlich: Oktoberfestkritik…

Freunde bei den Konsumenten mache ich mir nicht ;-)… wenn „ich“ aber mal das beste und günstigste Gras ermögliche..

„Es gäbe Mittel und Wege solchen Leuten die Kunden weg zu nehmen“…

Heroinwelle im Anmarsch… da helfen auch keine 330 beschlagnahmten Kilos…

Schluss mit Toleranzgrenze für Cannabisbesitz (in der Öffentlichkeit)…

Londons Partygänger lieben Lachgas…

Drogendealer in Schulnähe… … wo sonst? Regulierte Dealer gibts ja keine…

Jetzt ergab sich die Möglichkeit auch bei Ostbelgien-Direkt in die Diskussion einzusteigen. Das Ende der Duldungsregel:

Hausärzte trinken zu viel Alkohol | … das macht micht echt mal sprachlos… 😉

Polizeiaktion: Zwölf Cannabisplantagen ausgehoben Summasumarum wie immer ein sehr bescheidener Fahndungserfolg…

Drogendealer aus Malmedy verhaftet… Wie genau mit DIESEN Drogen umgehen? Weis ich auch nicht genau… nur eines ist sicher: Auf keinen Fall der Mafia überlassen!

Roger Bosten Fonds startet neue Ausschreibungsrunde Ich mache mit und passe auf… 😉

Ermittler fahnden nach entführten Studenten | Irgendwann auch bei uns…?!

US-Behörden warnen vor Marihuana in Halloween-Süßigkeiten … sooooo unnötig! Blöde Cannabislobby!

Mann verursacht zum dritten Mal einen Wohnungsbrand durch eine Zigarette (ich mache Werbung für RIZLA+ 😉 )

Großeinsatz zur Suche nach verschleppten Studenten in Mexiko Den Kommentar muss ich in drei Jahren wieder ausgraben

Mit Cannabis im Blut hinter dem Steuer |

De Wever kontert De Block |

„Wir brauchen keine drastischen Einschnitte“ | Herr Paasch! Sie dürfen mit mir sprechen… 😉

Zu Obamas Wahlschlappe ist zwar nur im letzten Satz was zu „Hasch“, aber auch da mach ich noch was draus ;-)…

US-Wähler stimmen für Legalisierung von Marihuana als Genussmittel Nichtkiffer und Eltern dürfen am meisten feiern.

Die Kommentare bitte nicht hier im Blog, sondern direkt beim Grenzecho / BRF abgeben… das Ganze ist ein öffentliches Thema!  Mir aber hier bitte Bescheid geben – weder BRF noch GE liefern eine „Meldung“ bei eingehenden Kommentaren.

 

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – II

Aha… die belgische Justitz und ihre Drogenprozesse…

Zwei Prozesse laufen gegen den MamboSocialClub. Ein Zivilrechtlicher und ein Strafrechtlicher. Im Zivilrechtlichen Verfahren geht es um die Frage ob der MamboSocialClub ein staatlich akzeptierter vzw (VoG – Verein ohne Gewinnabsichten) ist, oder ob es sich dabei um den Deckmantel für eine kriminelle Organisation handelt. Im Strafrechtlichen Prozess geht es um die Frage ob gegen geltendes Strafrecht verstoßen wurde.

Im ersten Prozess vom 09.09.2014 sollte die Zivilrechtliche Seite geklärt werden – dieses Verfahren legte der Richter aber nach äußerst kurzer Verhandlungszeit erst einmal auf Eis. Eine Beurteilung der Zivilrechtlichen Situation ist ohne ein Ergebnis aus der Strafrechtlichen Verhandlung nicht möglich.
Also selbst mir als Laien scheint es völlig klar, das solange nicht geklärt ist ob ein Verein sich Strafrechtlicher Vergehen schuldig gemacht hat, die Zivilrechtliche Seite nicht befriedigend beurteilt werden kann – Warum die Staatsanwaltschaft glaubt es ginge andersherum – dürfte wohl selbst den Staatsanwalt in Erklärungsnot bringen.

Die Forderung des Staatsanwaltes im Zivilrechtlichen Prozess nach der Aberkennung des Clubs als VoG ist erstmalig. In den Prozessen gegen TrektUwPlant war diese Frage nie Bestandteil der Verfahren – sie betrachteten einzig die Strafrechtlichen Belange.

Es ist schon ziemlich unerträglich, wie die belgische Justitz aktuell mit Verfahrensmissständen (siehe auch Aquino-Prozess) Steuergelder verpuffen lässt ohne dabei (Zwischen)Ergebnisse zu erzielen.

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – I

Parallel zum heutigen Prozess gegen den MamboSocialClub in Hasselt möchte ich meine Pros und Contras bezüglich der 5 „offiziellen“ belgischen Cannabis Social Clubs noch einmal verdeutlichen.

Die fünf Belgischen Cannabis Social Clubs in Antwerpen, Lüttich, Andenne, Namur und Hasselt funktionieren im Prinzip wie folgt:
Mitglied kann werden wer das 18. bzw. 21. Lebensjahr vollendet hat und schon vor Eintritt in den Club einen persönlichen Bedarf an Cannabis hatte. Manche Clubs legen noch weitere Zutrittskriterien bzgl. Vorstrafen, bei Drogendelikten oder der Teilnahme an organisierter Kriminalität, an. Die Mitglieder müssen desweiteren bestätigen das sie nur in einem Club Mitglied sind und auch ansonsten ihre „Lizenz“ nicht anderweitig verbraucht haben. Für jedes Mitglied wird eine „Identifikationskarte“ erstellt auf der die persönlichen Daten festgehalten sind. Diese Karte befindet sich immer bei der Pflanze welche für das Mitglied, an einem zentralen Ort zusammen mit den Pflanzen anderer Mitglieder, angebaut wird.
Die Mitglieder decken mit einem Jahresbeitrag von rund 25€ die organisatorischen Kosten ab.

Der Professor der Kriminolgie Tom de Corte von der Uni Gent macht aktuell eine Untersuchung der belgischen Cannabis Social Clubs. Er fasst zusammen, das das Cannabis Social Club Modell eine ‘waardevolle denkpiste’ ist um zu einem goldenen Mittelweg, in dem Dilemma zwischen totalem Verbot und der völligen liberalisierung von Cannabis, zu kommen.

Was ich gut finde an den existierenden belgischen CSC´s:

  • Dieses Cannabis kann ohne Beteiligung der Organisierten Kriminalität hergestellt werden..
  • Effektive Jugendschutzmaßnahmen können installiert werden.
  • Verbraucherschutz durch Streckmittel- und Pestizidfreie Qualitäten wird möglich.

Was ich schlecht finde:

  • Keine staatliche Kontrolle bezüglich der Umsetzung der voran genannten positiven Punkte.
  • Kein Steuereinnahmen für die Gemeinschaft.
  • Keine transparente Finanzstruktur – weder für die Mitglieder noch für die Gemeinschaft.

Der Tabak- und Alkoholindustrie hat man lange Zeit einen sehr großen Rahmen zur „Eigenverantwortlichen Selbstkontrolle“ eingeräumt – und das ist nun wirklich nach Hinten los gegangen. Wieso die Selbstkontrolle bei Cannabis jetzt plötzlich besser funktionieren sollte ist mir schleierhaft – insbesondere wenn ich mir den teilweisen Missbrauch des CSC-Modells in Spanien ansehe (z.B. Touristen werden auf der Straße geworben Mitglieder zu werden und so versteckten sich eben doch auch kriminelle „Elemente“ hinter diesem Modell.)

Was ich SO RICHTIG SCHLECHT finde:

  • Die belg. CSCs beginnen ihre Projekte ohne den vorrangegangenen Versuch mit der Justiz einvernehmliche Verfahren zu finden.
  • Die belg. CSCs zahlen keinerlei freiwillige „Steuern“ an die Gemeinschaft.

‚TrektUwPlant“ in Antwerpen (der erste öffentlich agierende CSC in Belgien) hat in seiner Geschichte beide Verfahren in zweiter Instanz gewonnen. Wieso weder TrektUwPlant noch Justiz und Steuerbehörden daraufhin den nächsten Schritt suchen um auch gegenüber der nicht konsumierenden Bevölkerung „Gerechtigkeit“ walten zu lassen ist mir schleierhaft – und beweist mir das beide Seiten weder völlig Aufrichtig handeln, noch ernsthaft gewillt sind gerechte Lösungen zu erarbeiten.

Tirolerfest und Cannabis

WAS um Himmels Willen hat denn das Tirolerfest mit Cannabiszu tun?

Eigentlich nichts…

Aber wenn wir uns mit einer so weit südlich gelegenen Region so sehr verbunden fühlen… warum sollten wir dann auf dem Weg dorthin nicht einmal bei den Schweizern vorbei schauen?

Ähnliches Konzept wie das von mir für die DG vorgeschlagene Duldungsmodell.

 

„Mir“ läuft die Zeit weg… :-(

In der aktuellen Woche veröffentlichte die NewYorkTimes jeden Tag einen neuen Artikel in dem die Unvernunft des Cannabisverbotes dokumentiert wird.

Hier finden sich das englischsprachige Original.

Hier und Hier und Hier ein paar Deutschsprachige Meldungen dazu.

Grob zusammengefasst spricht sich die bedeutenste Zeitung der USA jetzt eineindeutig für einen legalen/regulierten Umgang mit Cannabis aus. Gut so…!

ABER!

Welches Legalisierungs/Regulierungsmodell erwartet uns aus den USA?
Der Staat vergibt an private  Firmen Anbaulizenzen – diese dürfen ihre Ware an, ebenfalls privat lizensierte, Abgabestellen weiterverkaufen.
Die Abgabestellen wiederum dürfen, unter Beachtung gewisser Jugendschutzbestimmungen, an jedermann verkaufen.
Aufgrund von „Selbstauskünften“ der Produzenten und Abgabestellen bekommt der Staat, wie bei allen andereren Waren die privatwirtschaftlich hergestellt werden, die entsprechenden Abgaben und Steuern. Als Kontrollmechanismen dienen einzig Lieferscheine, Rechnungen, etc.

Wir alle kennen diesen Herstellungs- und Vertriebsweg schon von legalen Alkoholika, Dort ist allen Produzenten und Abgabestellen daran gelegen einen möglichst hohen Umsatz und letztendlich privaten Gewinn zu generieren. Wieso das bei Cannabis anders sein sollte, bzw. warum ein ähnlicher Weg für Cannabis auch gut sein sollte, ist mir völlig schleierhaft!

Das Regulierungsmodell wie ich es für die DG vorschlage lässt weder Raum für diese Form der Kommerzialisierung noch werden Kinder und Jugendliche visuell in die Lage versetzt den Konsum oder Handel von Cannabis als normal zu empfinden. Cannabis in Supermärkten, Tankstellen oder an anderen Orten zu denen Kinder Zugang wird es mit mir nie geben!

Liebe Mitbürger, Politik, Justiz und Polizei!
Bitte helfen sie mit auf Basis existenter Regeln schon jetzt ein zukunftsträchtiges System zu entwickeln, bzw. zuzulassen welches:
– der nicht konsumierenden Gesellschaft keinen Schaden zufügt
– den Konsumenten genügend „Komfort“ und Qualität bietet
– der Mafia keinen Markt lässt

Wenn wir warten bis die internationale Entwicklung uns ein Legalisierungssystem aufs Auge drückt werden wir etwas bekommen was wir, als zu >90% nicht kiffende Gesellschaft, eigentlich SO NICHT woll(t)en!
Wir wollen das unsere Kinder bestmöglich geschützt sind und das die Gewinne nicht ins kriminelle Milieu abfließen. Alles darüber hinaus ist eigentlich nicht im Gesamtgesellschaftlichen Interesse!

Ich habe mehr Ahnung von der Materie als Polizei, Justiz, Gesellschaft, Politik, aber auch die Konsumenten können mir nicht das Wasser reichen! Das ist vermessen – JA… vielleicht! In jeder „Einzeldisziplin“ werde ich auch ganz bestimmt meinen Meister finden – in der Summe aber bin ich einer von sehr wenigen Menschen, die die gesamte Bandbreite dessen was im Moment geschieht überhaupt einigermaßen überblicken können und NICHT „den Kiffern“ das „Paradies“ oder sich selbst eine Goldgrube organisieren wollen.
Wenn „die DG“ sich meiner Erfahrungen und Einschätzungen nicht bedient wäre das definitiv dumm!

Ich werde meine Blog-Aktivität jetzt bis zu einem Gespräch mit der Grenzechoredaktion und dem Versuch des persönlichen Kontaktes zu André Desenfants und Andrea Tilgenkamp ruhen lassen.
Der Weg mit der Gesellschaft im Rücken auf Politik und Justitz zuzugehen ist viel zu langwierig… Dirko und Prokurator sind viel näher am Geschehen, kennen die wahren Fakten viel besser und besitzen im Zweifel auch die entscheidenden Befugnisse!

 

Das könnt ihr doch SO nicht wollen.

Dieser furchtbar schrecklich „wunderbare“ Bericht von Spiegel-Online zeigt auf beeindruckende Weise was ich, wenn überhaupt noch möglich, versuchen will zu verhindern.

Da trete ich die ganze Zeit wehement für die Regulierung von Cannabis ein… aber bei solchen Zukunftsperspektiven wird selbst mir mitunter ziemlich mulmig… zum Teil sogar übel!

Natürlich ist alles was den Konsumenten einen legalen Erwerb ermöglicht, eine funktionierende Jugendschutzstrategie besitzt und zugleich die Organisierte Kriminalität schwächt viel besser wie die in Europa praktizierte aber völlig wirkungslose Verbotspolitik – andererseits weis man aber eigentlich auch, das jegliche Form von gewinnorientiertem „Hype“ rund um legale und zuvor illegale Drogen Gesamtgesellschaftlich kontraproduktiv ist.

Wer Cannabis in dieser Art dem freien Markt überlässt begeht einen ähnlichen Fehler wie die USA nach dem Ende der Alkoholprohibition. Vom ersten legalen Schluck brauchte es letztendlich 50 Jahre bis zum Ende der „Martini-Ära“.
Auch wenn die Gefahren die von einer „freigelassenen Cannabis Marktwirtschaft a la Colorado“ ausgehen nicht mal Ansatzweise an die Gefahren der gewinnorientierten Alkoholvermarktung heranreichen sollte man trotzdem, oder gerade deswegen, versuchen bei Cannabis Gesamtgesellschaftlich deutlich verträglichere Regulierungsszenarien zu entwerfen.
Wir haben in Belgien aufgrund der ganz besonderen rechtlichen Lage auch ganz besondere Möglichkeiten. Die DG als überschaubarer „Mikrokosmos“, mit seinen ca. 3.000 regelmäßigen und rund 2.000 gelegentlichen Cannabiskonsumenten bietet, aufgrund der Überschaubarkeit der räumlichen Ausdehnung und der Anzahl Konsumenten, die einmalige Chance für „den Staat“ die realen Konsequenzen einer regulierten Abgabe zu erfahren.
Bei einem schlechten Lauf des DG-Regulierungsmodells kann dieses sehr kurzfristig und unkompliziert angepasst oder auch verworfen werden – man „verstört“ damit blos 0,75% der kiffenden Belgier. Bei einem guten Verlauf des DG-Regulierungsmodells hingegen wartet eine um den Faktor 125 vergrößerte „Kundschaft“ auf die DG die von dort KnowHow und Technik beziehen wollen wird.

Welchem System schenken sie mehr Vertrauen? Dem bei dem der Staat NACH dem Verkauf der Ware hoffentlich die korrekten Zahlen zur Besteuerung gemeldet bekommt… oder dem System bei dem der Staat VOR dem Verkauf schon „integraler“ Bestandteil des Systems ist?
Alternativ kann man natürlich auch auf TTIP warten. In den USA legale Waren müssen USA-Firmen dann auch auf dem Europäischen verkaufen dürfen…

Ich bitte die Ostbelgische Bevölkerung, Politik, Polizei und Justitz eindringlichst sich mein Wissen zu Nutze zu machen und für meine Hinweise und Empfehlungen in den eigenen Überlegungen Raum zu lassen!

Wer mich immer noch als Spinner abtut  sollte sich vielleicht einmal mit Kofi Annan, Ruth Dreifuss, Morgan Freeman, Barrack Obama und vielen weiteren „Spinnern“ über das Thema unterhalten.

P.S.
Der Polizist im Video erzählt sehr viel Unfug! Dazu Zahlen mitunter aus seinem eigenen Hause (4 Monate aktueller).

Paradoxien im Belgischen Duldungsmodell Teil-1

In dieser ministeriellen Richtlinie von 25.01.2005 wird erwachsenen Menschen der Besitz von 3gr. Cannabis ODER höchstens einer Pflanze, auf belgischem Boden, zugestanden.

Ok, 3gr ist eine ziemlich klar definierte Menge – aber was bitte schön ist, ähnlich präzise, unter „höchstens eine Pflanze“ zu verstehen?
Auf den Seiten niederländischer Samenzüchter befinden sich Gewichtsangaben von bis zu 800gr / Pflanze im südländischen Freilandanbau. Ein Züchter in Alaska, der legale Anbaulizenzen für Cannabispatienten verwaltet, wirbt damit bis zu 1,2kg / Pflanze und 2 Ernten / Lizenz im Jahr zu erreichen. In „Growerforen“ finden sich Berichte die bis zu 500gr / Pflanze erreichen. Es sind wohl spezielle Vorrichtungen und Anbaumethoden notwendig um diese Werte bei nur einer Pflanze zu erreichen – aber es geht – und eine Pflanze bleibt nun mal eine Pflanze.

So schwankt also die Menge an Cannabis die man als erwachsene Person in Belgien legal, bzw. geduldet, besitzen und behalten darf zwischen 0gr und ~1200gr.
Maximal 3gr wenn die Herkunft nicht von einer eigenen einzelnen Pflanze stammt – und eine quasi beliebige Menge wenn sie von einer einzelnen eigenen Pflanze stammt.

„Quasi beliebige Menge“ finde ich eigentlich gut. Denn das bietet starken Konsumenten und große Mengen benötigenden Patienten ausreichend „Raum“, ohne Cannabis aus kriminellen Strukturen, auskommen zu können – zumindest für einen immer wieder lang unterbrochenen Zeitraum in dem keinerlei legaler Besitz von konsumierbarem Cannabis möglich ist.

Warum ein „immer wieder lang unterbrochener Zeitraum“?
Wenn ein Konsument beschließt, sich unabhängig von krimminellen Dealern, selbst versorgen zu wollen setzt er einen Samen in die Erde. Ab dem Keimungszeitpunkt besitzt der Konsument eine Pflanze – das ist geduldet. Zusätzliches, bereits konsumierbares Cannabis bleibt ihm jedoch verwährt – denn dann hätte er ja eine Pflanze UND noch etwas „aus nicht eigener einzelner Pflanze“ – das ist verboten. Rund ein halbes Jahr lang muss der Konsument jetzt warten bis seine Pflanze ausgewachsen und konsumierbar ist. Solange diese Pflanze nicht völlig verbraucht (sprich konsumiert) ist, besitzt der Konsument die in der Richtlinie geduldete Menge von „höchstens einer Pflanze“. Erst wenn diese Menge auf Null gegangen ist, kann der Konsument wieder eine neue Pflanze beginnen wachsen zu lassen…
Egal wie wir es drehen und wenden… ein Konsument alleine kann sich auf einem geduldeten Weg niemals durchgängig versorgen – AUSSER er kauft immer Mengen kleinergleich drei Gramm aus illegaler Quelle.
JA! Für den Konsumenten geht eine durchgängig geduldete Versorgung einzig und allein über den Weg, sich konsequent und ausschließlich aus krimineller Quelle mit Mengen kleinergleich drei Gramm zu versorgen.
Hätte der Gesetzgeber eine Pflanze im „konsumfähigen Zustand“ UND eine Pflanze „in Vorbereitung zur Konsumfähigkeit“ zugestanden – wäre dem Gesetzgeber wirklich daran gelegen gewesen den einfachen Konsumenten von den Dealern zu trennen. Woran ist dem Gesetzgeber gelegen gewesen als er dem Konsumenten nur mit den „3gr aus beliebiger/krimineller Quelle“ einen praktikablen Weg mitgab? Keine Ahnung! Vergessen hat der Gesetzgeber auf jeden Fall das wahre Kriminelle mit dieser Reglung Zulauf statt Umsatzeinbußen erfahren.

 

„Streicheleinheiten“ für „die Kiffer“?!

Wie liest sich eigentlich aus dem Blick eines „Kiffers“ das was ich bisher, rund um das von mir vorgeschlagene „Cannabisabgabemodell für die DG“, geschrieben habe?

Bis hierher muss der Konsument sich also erst einmal bei einem Notar registrieren – rund 75€ könten einmalig fällig werden – der Konsumentenname „verschwindet“ man wird zur Nummer und bekommt eine elektronische „ID-Karte“ mit Pin.
Ab dann wird der Konsument mit versiegelten und auf seine ID registrierten Transportverpackungungen konfrontiert welche er nur in seinem privaten Umfeld öffnen aber danach nicht mehr in die Öffentlichkeit tragen darf.

Mit der Coffeeshop“romantik“ in den Niederlanden hat das natürlich nur sehr wenig zu tun und eine Registrierung als „Kiffer“ und damit einhergehende potentielle Stigmatisierung ist den Konsumenten grundsätzlich zu tiefst zu wider – die Niederländischen Versuche mit einer nicht anonymisierten Registrierung sind deswegen kläglichst gescheitert.
Darum möchte ich die Zuordnungsfähigkeit zum Realnamen einzig in die Hände eines Notars geben. Sollte die Polizei suspekte Verpackungen finden wird der Notar natürlich die Zuordnung zum Namen herstellen. Bei korrekt versiegelten und mit der zugehörigen ID-Karte transportierten Verpackungen wird die Polizei hingegen auf das einfache Protokoll verzichten können – da im Zweifel die Zuordnungsfähigkeit über den Notar ja gegeben wäre.

Eines dürfen die „Kiffer“ bitte nicht aus den Augen verlieren! Mein Plan der DG einen Weg aufzuzeigen wie man der Organisierten Drogenkriminalität das Brot und die Butter nehmen kann basiert auf existierenden Gesetzen bzw. Anweisungen. Ich möchte keine Gestze ändern! „Ich“ möchte möglichst verbindliche Absprachen mit denen treffen die die Gesetze machen und überwachen.
Insbesondere das Prokurat muss an die absolut alleräusserste Grenze dessen gehen was die Richtlinien hergeben könn(t)en. Ich möchte gegenüber dem „Staat“ ein möglichst wasserdichtes System „entwickeln“ bei dem der „Staat“ sich sicher sein kann nicht „versehentlich“ zum Mittäter bei einem eventuellen Missbrauch zu werden. Das lässt sich nur erreichen wenn der „Staat“ die maximale Macht in dem ganzen System bekommt und jedes einzelne Gramm lückenlos nachverfolgt werden kann.
Wenn ihr „Kiffer“ möglichst schnell ein gesellschaftliches und politisches Umdenken erreichen wollt müsst ihr bereit sein innerhalb der exitierenden Gesetze „alles zu geben“ und der Gesellschaft und Politik vorleben, das ihr wirklich ein normaler Teil der Gesellschaft seid und auch unter einem strengen Regulierungsmodell lieber ein Teil der Gesellschaft bleibt statt Teil der Finanzierung krimineller Organisationen zu sein!

Ach ja „Streicheleinheiten“…
Es gibt ein absolutes NoGo.
Im Niederländischen, aber auch in Uruguay bekannt als „15%-Grenze“ und „Staatswiet“ bzw. „McDope“.
Bei der Notariellen Anmeldung zum System kann jeder Konsument seine favorisierten Sorten angeben – aus diesen Informationen werden mind. die 10 beliebtesten Sorten als Basissorten angebaut werden – regelmäßige Umfragen an den Abgabestellen ergänzen/verändern das Angebot gemäß den Konsumentenwünschen!
Wie sich Politiker erdreisten können entgegen wissenschaftlichen Empfehlungen den Konsumenten „kastriertes Einheitsgras“ verkaufen zu wollen – zeigt auf erschreckende Weise wie weit weg die Politik in diesem Thema doch vom echten Leben entfernt ist.

 

Abgabestelle = Coffeeshop ?

Nein.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Richtlinie vom 25.01.2005) bieten keinerlei Spielraum einen Ort zu schaffen an dem Horeca und Cannabishandel oder/und Horeca und Cannabiskonsum  miteinander einher gehen könnten. Selbst für, als ‚Privatclub‘ deklarierte, „Konsumräume“ sehe ich unter der derzeitigen Rechtslage schwarz.
Grundsätzlich bin ich GEGEN „optisch attraktive“, sich im gemeinschaftlichen Lebensraum befindende,  „Coffeeshops“.

Abgabestellen hingegen muss es geben. Diese müssen gut erreichbar sein (der Mafiadealer darf nicht aufgrund von Entferungsvorteilen attraktiver für die Konsumenten sein). Die Abgabestellen sind aber nicht in der Nähe von Schulen und liegen auch nicht an den „Fußverkehrswegen“ von Kindergärten, Spielplätzen, Einkaufszentren. An diesen Abgabestellen kann nur mit gültiger Lizenz Cannabis bezogen werden. Das Cannabis wird dort versiegelt abgegeben. Bei der Abgabe an den Konsumenten wird dem Siegel die Lizenznummer hinzugefügt. Das Siegel darf in der Öffentlichkeit nicht gebrochen werden. Unversiegeltes Cannabis darf den privaten Bereich nicht mehr verlassen.

Die Polizei kann bei einem Cannabisfund in Sekundenschnelle erkennen ob es sich um einen Teilnehmer am „CannabisAusDerDG“-Projekt handelt und ob sich dieser an die Regeln hält. Nichtteilnehmern bleibt der Zugang zum „DG-Cannabis“ verwehrt. Nichteinwohnern der DG sowieso.

In diesem Artikel gibt es ein paar mehr Eckdaten zu dem was ich mir vorstelle…