Das könnt ihr doch SO nicht wollen.

Dieser furchtbar schrecklich „wunderbare“ Bericht von Spiegel-Online zeigt auf beeindruckende Weise was ich, wenn überhaupt noch möglich, versuchen will zu verhindern.

Da trete ich die ganze Zeit wehement für die Regulierung von Cannabis ein… aber bei solchen Zukunftsperspektiven wird selbst mir mitunter ziemlich mulmig… zum Teil sogar übel!

Natürlich ist alles was den Konsumenten einen legalen Erwerb ermöglicht, eine funktionierende Jugendschutzstrategie besitzt und zugleich die Organisierte Kriminalität schwächt viel besser wie die in Europa praktizierte aber völlig wirkungslose Verbotspolitik – andererseits weis man aber eigentlich auch, das jegliche Form von gewinnorientiertem „Hype“ rund um legale und zuvor illegale Drogen Gesamtgesellschaftlich kontraproduktiv ist.

Wer Cannabis in dieser Art dem freien Markt überlässt begeht einen ähnlichen Fehler wie die USA nach dem Ende der Alkoholprohibition. Vom ersten legalen Schluck brauchte es letztendlich 50 Jahre bis zum Ende der „Martini-Ära“.
Auch wenn die Gefahren die von einer „freigelassenen Cannabis Marktwirtschaft a la Colorado“ ausgehen nicht mal Ansatzweise an die Gefahren der gewinnorientierten Alkoholvermarktung heranreichen sollte man trotzdem, oder gerade deswegen, versuchen bei Cannabis Gesamtgesellschaftlich deutlich verträglichere Regulierungsszenarien zu entwerfen.
Wir haben in Belgien aufgrund der ganz besonderen rechtlichen Lage auch ganz besondere Möglichkeiten. Die DG als überschaubarer „Mikrokosmos“, mit seinen ca. 3.000 regelmäßigen und rund 2.000 gelegentlichen Cannabiskonsumenten bietet, aufgrund der Überschaubarkeit der räumlichen Ausdehnung und der Anzahl Konsumenten, die einmalige Chance für „den Staat“ die realen Konsequenzen einer regulierten Abgabe zu erfahren.
Bei einem schlechten Lauf des DG-Regulierungsmodells kann dieses sehr kurzfristig und unkompliziert angepasst oder auch verworfen werden – man „verstört“ damit blos 0,75% der kiffenden Belgier. Bei einem guten Verlauf des DG-Regulierungsmodells hingegen wartet eine um den Faktor 125 vergrößerte „Kundschaft“ auf die DG die von dort KnowHow und Technik beziehen wollen wird.

Welchem System schenken sie mehr Vertrauen? Dem bei dem der Staat NACH dem Verkauf der Ware hoffentlich die korrekten Zahlen zur Besteuerung gemeldet bekommt… oder dem System bei dem der Staat VOR dem Verkauf schon „integraler“ Bestandteil des Systems ist?
Alternativ kann man natürlich auch auf TTIP warten. In den USA legale Waren müssen USA-Firmen dann auch auf dem Europäischen verkaufen dürfen…

Ich bitte die Ostbelgische Bevölkerung, Politik, Polizei und Justitz eindringlichst sich mein Wissen zu Nutze zu machen und für meine Hinweise und Empfehlungen in den eigenen Überlegungen Raum zu lassen!

Wer mich immer noch als Spinner abtut  sollte sich vielleicht einmal mit Kofi Annan, Ruth Dreifuss, Morgan Freeman, Barrack Obama und vielen weiteren „Spinnern“ über das Thema unterhalten.

P.S.
Der Polizist im Video erzählt sehr viel Unfug! Dazu Zahlen mitunter aus seinem eigenen Hause (4 Monate aktueller).

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