Archiv für den Monat: September 2014

ID – Verfahren gesucht…

Angenommen, Gesellschaft, Politik und Jusitz würden innerhalb dieser „Duldungsregeln“ ein „System nach meinem Vorschlag“ umsetzen wollen wäre das folgende die erste praktisch zu lösende Aufgabe:

Gesucht wird ein Verfahren mit dem für jeden Konsumenten eine eineindeutige und sichere ID erstellt werden kann.

  • Die ID kann nur von, dafür zugelassenen/akzeptierten, Notaren erstellt werden. Zusätzlich zur digitalen ID erstellt der Notar eine ID-Karte für den Konsumenten und eine ID-Karte für den Anbaubetrieb. Gute Fälschungssicherheit ist erwünscht. Elektronische Lesbarkeit ist notwendig. Aus der ID oder den Karten dürfen sich die persönlichen Daten des Inhabers keinesfalls ermitteln lassen. Einzig der Notar besitzt eine unterschriebene Anmeldeurkunde. Sie ist die einzige Verbindung von der ID zur realen Person. ggf. können vorgedruckte, ebenfalls mit einer ID versehene, Anmeldeurkunden die User-ID-Generierung und Verschlüsselung deutlich vereinfachen?!
  • Annhand einer zentralen Datenbank können die Notare Doppelanmeldungen erkennen und verhindern. Die Abgabestellen bestimmen auf Basis der selben Datenbank die gültigen IDs. Von 0:00 – 24:00 eines jeden Tages wird die auf diese ID und an diesem Tag bezogene Menge gespeichert um Mengenmissbrauch verhindern zu können.
  • IDs müssen gelöscht, gesperrt, und zeitlich begrenzt werden können. Bei Verlust einer der ID-Karten muss eine vom „Original“ differierende „Ersatz“-ID erzeugbar sein.
  • Das gesamte System muss in der Ausführung von Hard- und Software dem CCC „gut gefallen“ – und fefe soll auch mal etwas freudiges aus Belgien berichten können… 😉
  • Polizei und Justiz haben natürlich ebenfalls Zugriff auf die Datenbank und können mit Hilfe dieser Bestandskontrollen bei den Anbaubetrieben und Abgabestellen durchführen. Aber auch die Polizei kann ohne die beim Notar hinterlegte Urkunde nicht von der ID auf die Person schließen. Erst bei Verdacht auf strafrechtlich relevante Verwendung einer ID verliert diese ID ihre Anonymität und wird vom Notar gegenüber den Ermittlungsbehörden in die echte Identität aufgelöst.

Ich suche jetzt dringend erst einmal nach Experten (Kryptologen), die diese Aufgabe überhaupt bewerten können.

Widerspruchslose Akzeptanz… ?

Vor knapp drei Monaten  erfuhr ich den letzten Widerspruch auf einen meiner Kommentare in den Ostbelgischen Medien… seitdem völlige Funkstille.

Ist es den wirklich so, das mir alle zustimmen? Sind Diskussionsart und Argumente so treffend und überzeugend, das Nichts und Niemand mehr bereit ist die Prohibition zu unterstützen?
Hmmm… kann eigentlich nicht sein sonst würde ja irgendwer mal auf mich zukommen und versuchen Nägel mit Köpfen zu machen – aber auch da tut sich NICHTS. – Pfui!

Totgeschwiegen bekommt ihr das Problem niemals! Die Organisierte Kriminalität wird euch oder eines eurer Kinder irgendwann einmal töten… aber beim lösen der Gesellschaftlichen Fragen helfen die euch ganz sicher nicht!

Für die Kritiker! Hier noch einmal eine, fast vollständige, Liste auf alle von mir in den letzten drei Monaten kommentierten Artikel – mit der Bitte mir mal die Stirn zu bieten… oder die Sache zu unterstützen!

edit 23.09.2014 09:38:
Erfreulicherweise gab es dann heute sogar zwei Kommentare bei diesem Grenzechoartikel. „Heinrich de Achte“ war wahrscheinlich leider ne Fake-Identität und wurde gelöscht, darum sieht es etwas seltsam aus, das von mir zwei „zusammenhangslose“ Kommentare hintereinander stehen.

Größere Menge Drogen in Eupen sichergestellt: da hatte ich ja tatsächlich mal was bei OD kommentiert…

Senioren in der Alkoholfalle…

19 Besucher mit „Drogen“…

40 von 60 waren positiv…

In jedem 4ten Cafe qualmt es noch…

S.PA willCannabis legalisieren…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Das grosse Geschäft mit dem Kiffen…

Expertin: „Von einem Drogentrip wird man nicht sofort abhängig“ LOL

Lüttich: Mutter stellt zwei Monate altes Baby mit Kokain ruhig Ja ne klar – Kokain macht Babys ruhig…

Löhne der förderalen Polizei können nicht bezahlt werden… …’weil Cannabis verboten ist… ;-)‘

Größter Drogenprozess… … oder doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein?

Verfahren gegen wird verschoben… … Geld ist Macht – und davon hat die Mafia mehr wie der Staat.

Vernünftig regulieren bedeutet Leben zu retten!

Alkoholvergiftung ohne Betrunken zu sein? Ja nee… ist schon klar…

Wen wundert es…? Organisierte Kriminalität hat nun mal die besseren Karten.

Das Wirkspektrum von Cannabis beim Klettern erfahren ???

Illegaler Drogenmarkt in Limburg wird größer – ach nee, wer hätte das gedacht…

Besäufniss zweier Lehrer beendet Klassenfahrt…

9.000€, 2 Waffen und 500gr. Cannabis… und ein Feuer…

Ganz großer Schlag von Europol? http://www.grenzecho.net/ArtikelLoad.aspx?aid=b1932bf1-e361-4631-9afb-45d22b1197b3#KommentareHeadTitel

Druck ausüben. Politik, Prokurat und Polizei in die Pflicht nehmen.

Franzosen wollen das Rauchen in Gegenwart von Kindern unter Strafe stellen…

Omg… „Wirken wie LSD oder Heroin“…

Polizeiprotest: Eine Woche keine Strafzettel? http://brf.be/nachrichten/national/801052/#comment-33448
Der wahrscheinlich  beste Kommentar bisher… ?!

Ich wurde „zitiert“… mein Wirken wirkt… 😉

Immer mehr Jugendliche als Drogendealer… … eideidaus wer hätte das gedacht…

1t Koks zwischen Bananen – was es nicht alles gibt…

Ich mach das nicht so gerne… aber es ist ehrlich: Oktoberfestkritik…

Freunde bei den Konsumenten mache ich mir nicht ;-)… wenn „ich“ aber mal das beste und günstigste Gras ermögliche..

„Es gäbe Mittel und Wege solchen Leuten die Kunden weg zu nehmen“…

Heroinwelle im Anmarsch… da helfen auch keine 330 beschlagnahmten Kilos…

Schluss mit Toleranzgrenze für Cannabisbesitz (in der Öffentlichkeit)…

Londons Partygänger lieben Lachgas…

Drogendealer in Schulnähe… … wo sonst? Regulierte Dealer gibts ja keine…

Jetzt ergab sich die Möglichkeit auch bei Ostbelgien-Direkt in die Diskussion einzusteigen. Das Ende der Duldungsregel:

Hausärzte trinken zu viel Alkohol | … das macht micht echt mal sprachlos… 😉

Polizeiaktion: Zwölf Cannabisplantagen ausgehoben Summasumarum wie immer ein sehr bescheidener Fahndungserfolg…

Drogendealer aus Malmedy verhaftet… Wie genau mit DIESEN Drogen umgehen? Weis ich auch nicht genau… nur eines ist sicher: Auf keinen Fall der Mafia überlassen!

Roger Bosten Fonds startet neue Ausschreibungsrunde Ich mache mit und passe auf… 😉

Ermittler fahnden nach entführten Studenten | Irgendwann auch bei uns…?!

US-Behörden warnen vor Marihuana in Halloween-Süßigkeiten … sooooo unnötig! Blöde Cannabislobby!

Mann verursacht zum dritten Mal einen Wohnungsbrand durch eine Zigarette (ich mache Werbung für RIZLA+ 😉 )

Großeinsatz zur Suche nach verschleppten Studenten in Mexiko Den Kommentar muss ich in drei Jahren wieder ausgraben

Mit Cannabis im Blut hinter dem Steuer |

De Wever kontert De Block |

„Wir brauchen keine drastischen Einschnitte“ | Herr Paasch! Sie dürfen mit mir sprechen… 😉

Zu Obamas Wahlschlappe ist zwar nur im letzten Satz was zu „Hasch“, aber auch da mach ich noch was draus ;-)…

US-Wähler stimmen für Legalisierung von Marihuana als Genussmittel Nichtkiffer und Eltern dürfen am meisten feiern.

Die Kommentare bitte nicht hier im Blog, sondern direkt beim Grenzecho / BRF abgeben… das Ganze ist ein öffentliches Thema!  Mir aber hier bitte Bescheid geben – weder BRF noch GE liefern eine „Meldung“ bei eingehenden Kommentaren.

 

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – II

Aha… die belgische Justitz und ihre Drogenprozesse…

Zwei Prozesse laufen gegen den MamboSocialClub. Ein Zivilrechtlicher und ein Strafrechtlicher. Im Zivilrechtlichen Verfahren geht es um die Frage ob der MamboSocialClub ein staatlich akzeptierter vzw (VoG – Verein ohne Gewinnabsichten) ist, oder ob es sich dabei um den Deckmantel für eine kriminelle Organisation handelt. Im Strafrechtlichen Prozess geht es um die Frage ob gegen geltendes Strafrecht verstoßen wurde.

Im ersten Prozess vom 09.09.2014 sollte die Zivilrechtliche Seite geklärt werden – dieses Verfahren legte der Richter aber nach äußerst kurzer Verhandlungszeit erst einmal auf Eis. Eine Beurteilung der Zivilrechtlichen Situation ist ohne ein Ergebnis aus der Strafrechtlichen Verhandlung nicht möglich.
Also selbst mir als Laien scheint es völlig klar, das solange nicht geklärt ist ob ein Verein sich Strafrechtlicher Vergehen schuldig gemacht hat, die Zivilrechtliche Seite nicht befriedigend beurteilt werden kann – Warum die Staatsanwaltschaft glaubt es ginge andersherum – dürfte wohl selbst den Staatsanwalt in Erklärungsnot bringen.

Die Forderung des Staatsanwaltes im Zivilrechtlichen Prozess nach der Aberkennung des Clubs als VoG ist erstmalig. In den Prozessen gegen TrektUwPlant war diese Frage nie Bestandteil der Verfahren – sie betrachteten einzig die Strafrechtlichen Belange.

Es ist schon ziemlich unerträglich, wie die belgische Justitz aktuell mit Verfahrensmissständen (siehe auch Aquino-Prozess) Steuergelder verpuffen lässt ohne dabei (Zwischen)Ergebnisse zu erzielen.

Hasselter Prozess gegen den MamboSocialClub – I

Parallel zum heutigen Prozess gegen den MamboSocialClub in Hasselt möchte ich meine Pros und Contras bezüglich der 5 „offiziellen“ belgischen Cannabis Social Clubs noch einmal verdeutlichen.

Die fünf Belgischen Cannabis Social Clubs in Antwerpen, Lüttich, Andenne, Namur und Hasselt funktionieren im Prinzip wie folgt:
Mitglied kann werden wer das 18. bzw. 21. Lebensjahr vollendet hat und schon vor Eintritt in den Club einen persönlichen Bedarf an Cannabis hatte. Manche Clubs legen noch weitere Zutrittskriterien bzgl. Vorstrafen, bei Drogendelikten oder der Teilnahme an organisierter Kriminalität, an. Die Mitglieder müssen desweiteren bestätigen das sie nur in einem Club Mitglied sind und auch ansonsten ihre „Lizenz“ nicht anderweitig verbraucht haben. Für jedes Mitglied wird eine „Identifikationskarte“ erstellt auf der die persönlichen Daten festgehalten sind. Diese Karte befindet sich immer bei der Pflanze welche für das Mitglied, an einem zentralen Ort zusammen mit den Pflanzen anderer Mitglieder, angebaut wird.
Die Mitglieder decken mit einem Jahresbeitrag von rund 25€ die organisatorischen Kosten ab.

Der Professor der Kriminolgie Tom de Corte von der Uni Gent macht aktuell eine Untersuchung der belgischen Cannabis Social Clubs. Er fasst zusammen, das das Cannabis Social Club Modell eine ‘waardevolle denkpiste’ ist um zu einem goldenen Mittelweg, in dem Dilemma zwischen totalem Verbot und der völligen liberalisierung von Cannabis, zu kommen.

Was ich gut finde an den existierenden belgischen CSC´s:

  • Dieses Cannabis kann ohne Beteiligung der Organisierten Kriminalität hergestellt werden..
  • Effektive Jugendschutzmaßnahmen können installiert werden.
  • Verbraucherschutz durch Streckmittel- und Pestizidfreie Qualitäten wird möglich.

Was ich schlecht finde:

  • Keine staatliche Kontrolle bezüglich der Umsetzung der voran genannten positiven Punkte.
  • Kein Steuereinnahmen für die Gemeinschaft.
  • Keine transparente Finanzstruktur – weder für die Mitglieder noch für die Gemeinschaft.

Der Tabak- und Alkoholindustrie hat man lange Zeit einen sehr großen Rahmen zur „Eigenverantwortlichen Selbstkontrolle“ eingeräumt – und das ist nun wirklich nach Hinten los gegangen. Wieso die Selbstkontrolle bei Cannabis jetzt plötzlich besser funktionieren sollte ist mir schleierhaft – insbesondere wenn ich mir den teilweisen Missbrauch des CSC-Modells in Spanien ansehe (z.B. Touristen werden auf der Straße geworben Mitglieder zu werden und so versteckten sich eben doch auch kriminelle „Elemente“ hinter diesem Modell.)

Was ich SO RICHTIG SCHLECHT finde:

  • Die belg. CSCs beginnen ihre Projekte ohne den vorrangegangenen Versuch mit der Justiz einvernehmliche Verfahren zu finden.
  • Die belg. CSCs zahlen keinerlei freiwillige „Steuern“ an die Gemeinschaft.

‚TrektUwPlant“ in Antwerpen (der erste öffentlich agierende CSC in Belgien) hat in seiner Geschichte beide Verfahren in zweiter Instanz gewonnen. Wieso weder TrektUwPlant noch Justiz und Steuerbehörden daraufhin den nächsten Schritt suchen um auch gegenüber der nicht konsumierenden Bevölkerung „Gerechtigkeit“ walten zu lassen ist mir schleierhaft – und beweist mir das beide Seiten weder völlig Aufrichtig handeln, noch ernsthaft gewillt sind gerechte Lösungen zu erarbeiten.