Archiv für den Monat: August 2014

Tirolerfest und Cannabis

WAS um Himmels Willen hat denn das Tirolerfest mit Cannabiszu tun?

Eigentlich nichts…

Aber wenn wir uns mit einer so weit südlich gelegenen Region so sehr verbunden fühlen… warum sollten wir dann auf dem Weg dorthin nicht einmal bei den Schweizern vorbei schauen?

Ähnliches Konzept wie das von mir für die DG vorgeschlagene Duldungsmodell.

 

„Mir“ läuft die Zeit weg… :-(

In der aktuellen Woche veröffentlichte die NewYorkTimes jeden Tag einen neuen Artikel in dem die Unvernunft des Cannabisverbotes dokumentiert wird.

Hier finden sich das englischsprachige Original.

Hier und Hier und Hier ein paar Deutschsprachige Meldungen dazu.

Grob zusammengefasst spricht sich die bedeutenste Zeitung der USA jetzt eineindeutig für einen legalen/regulierten Umgang mit Cannabis aus. Gut so…!

ABER!

Welches Legalisierungs/Regulierungsmodell erwartet uns aus den USA?
Der Staat vergibt an private  Firmen Anbaulizenzen – diese dürfen ihre Ware an, ebenfalls privat lizensierte, Abgabestellen weiterverkaufen.
Die Abgabestellen wiederum dürfen, unter Beachtung gewisser Jugendschutzbestimmungen, an jedermann verkaufen.
Aufgrund von „Selbstauskünften“ der Produzenten und Abgabestellen bekommt der Staat, wie bei allen andereren Waren die privatwirtschaftlich hergestellt werden, die entsprechenden Abgaben und Steuern. Als Kontrollmechanismen dienen einzig Lieferscheine, Rechnungen, etc.

Wir alle kennen diesen Herstellungs- und Vertriebsweg schon von legalen Alkoholika, Dort ist allen Produzenten und Abgabestellen daran gelegen einen möglichst hohen Umsatz und letztendlich privaten Gewinn zu generieren. Wieso das bei Cannabis anders sein sollte, bzw. warum ein ähnlicher Weg für Cannabis auch gut sein sollte, ist mir völlig schleierhaft!

Das Regulierungsmodell wie ich es für die DG vorschlage lässt weder Raum für diese Form der Kommerzialisierung noch werden Kinder und Jugendliche visuell in die Lage versetzt den Konsum oder Handel von Cannabis als normal zu empfinden. Cannabis in Supermärkten, Tankstellen oder an anderen Orten zu denen Kinder Zugang wird es mit mir nie geben!

Liebe Mitbürger, Politik, Justiz und Polizei!
Bitte helfen sie mit auf Basis existenter Regeln schon jetzt ein zukunftsträchtiges System zu entwickeln, bzw. zuzulassen welches:
– der nicht konsumierenden Gesellschaft keinen Schaden zufügt
– den Konsumenten genügend „Komfort“ und Qualität bietet
– der Mafia keinen Markt lässt

Wenn wir warten bis die internationale Entwicklung uns ein Legalisierungssystem aufs Auge drückt werden wir etwas bekommen was wir, als zu >90% nicht kiffende Gesellschaft, eigentlich SO NICHT woll(t)en!
Wir wollen das unsere Kinder bestmöglich geschützt sind und das die Gewinne nicht ins kriminelle Milieu abfließen. Alles darüber hinaus ist eigentlich nicht im Gesamtgesellschaftlichen Interesse!

Ich habe mehr Ahnung von der Materie als Polizei, Justiz, Gesellschaft, Politik, aber auch die Konsumenten können mir nicht das Wasser reichen! Das ist vermessen – JA… vielleicht! In jeder „Einzeldisziplin“ werde ich auch ganz bestimmt meinen Meister finden – in der Summe aber bin ich einer von sehr wenigen Menschen, die die gesamte Bandbreite dessen was im Moment geschieht überhaupt einigermaßen überblicken können und NICHT „den Kiffern“ das „Paradies“ oder sich selbst eine Goldgrube organisieren wollen.
Wenn „die DG“ sich meiner Erfahrungen und Einschätzungen nicht bedient wäre das definitiv dumm!

Ich werde meine Blog-Aktivität jetzt bis zu einem Gespräch mit der Grenzechoredaktion und dem Versuch des persönlichen Kontaktes zu André Desenfants und Andrea Tilgenkamp ruhen lassen.
Der Weg mit der Gesellschaft im Rücken auf Politik und Justitz zuzugehen ist viel zu langwierig… Dirko und Prokurator sind viel näher am Geschehen, kennen die wahren Fakten viel besser und besitzen im Zweifel auch die entscheidenden Befugnisse!