Archiv für den Monat: Juli 2014

Das könnt ihr doch SO nicht wollen.

Dieser furchtbar schrecklich „wunderbare“ Bericht von Spiegel-Online zeigt auf beeindruckende Weise was ich, wenn überhaupt noch möglich, versuchen will zu verhindern.

Da trete ich die ganze Zeit wehement für die Regulierung von Cannabis ein… aber bei solchen Zukunftsperspektiven wird selbst mir mitunter ziemlich mulmig… zum Teil sogar übel!

Natürlich ist alles was den Konsumenten einen legalen Erwerb ermöglicht, eine funktionierende Jugendschutzstrategie besitzt und zugleich die Organisierte Kriminalität schwächt viel besser wie die in Europa praktizierte aber völlig wirkungslose Verbotspolitik – andererseits weis man aber eigentlich auch, das jegliche Form von gewinnorientiertem „Hype“ rund um legale und zuvor illegale Drogen Gesamtgesellschaftlich kontraproduktiv ist.

Wer Cannabis in dieser Art dem freien Markt überlässt begeht einen ähnlichen Fehler wie die USA nach dem Ende der Alkoholprohibition. Vom ersten legalen Schluck brauchte es letztendlich 50 Jahre bis zum Ende der „Martini-Ära“.
Auch wenn die Gefahren die von einer „freigelassenen Cannabis Marktwirtschaft a la Colorado“ ausgehen nicht mal Ansatzweise an die Gefahren der gewinnorientierten Alkoholvermarktung heranreichen sollte man trotzdem, oder gerade deswegen, versuchen bei Cannabis Gesamtgesellschaftlich deutlich verträglichere Regulierungsszenarien zu entwerfen.
Wir haben in Belgien aufgrund der ganz besonderen rechtlichen Lage auch ganz besondere Möglichkeiten. Die DG als überschaubarer „Mikrokosmos“, mit seinen ca. 3.000 regelmäßigen und rund 2.000 gelegentlichen Cannabiskonsumenten bietet, aufgrund der Überschaubarkeit der räumlichen Ausdehnung und der Anzahl Konsumenten, die einmalige Chance für „den Staat“ die realen Konsequenzen einer regulierten Abgabe zu erfahren.
Bei einem schlechten Lauf des DG-Regulierungsmodells kann dieses sehr kurzfristig und unkompliziert angepasst oder auch verworfen werden – man „verstört“ damit blos 0,75% der kiffenden Belgier. Bei einem guten Verlauf des DG-Regulierungsmodells hingegen wartet eine um den Faktor 125 vergrößerte „Kundschaft“ auf die DG die von dort KnowHow und Technik beziehen wollen wird.

Welchem System schenken sie mehr Vertrauen? Dem bei dem der Staat NACH dem Verkauf der Ware hoffentlich die korrekten Zahlen zur Besteuerung gemeldet bekommt… oder dem System bei dem der Staat VOR dem Verkauf schon „integraler“ Bestandteil des Systems ist?
Alternativ kann man natürlich auch auf TTIP warten. In den USA legale Waren müssen USA-Firmen dann auch auf dem Europäischen verkaufen dürfen…

Ich bitte die Ostbelgische Bevölkerung, Politik, Polizei und Justitz eindringlichst sich mein Wissen zu Nutze zu machen und für meine Hinweise und Empfehlungen in den eigenen Überlegungen Raum zu lassen!

Wer mich immer noch als Spinner abtut  sollte sich vielleicht einmal mit Kofi Annan, Ruth Dreifuss, Morgan Freeman, Barrack Obama und vielen weiteren „Spinnern“ über das Thema unterhalten.

P.S.
Der Polizist im Video erzählt sehr viel Unfug! Dazu Zahlen mitunter aus seinem eigenen Hause (4 Monate aktueller).

Paradoxien im Belgischen Duldungsmodell Teil-1

In dieser ministeriellen Richtlinie von 25.01.2005 wird erwachsenen Menschen der Besitz von 3gr. Cannabis ODER höchstens einer Pflanze, auf belgischem Boden, zugestanden.

Ok, 3gr ist eine ziemlich klar definierte Menge – aber was bitte schön ist, ähnlich präzise, unter „höchstens eine Pflanze“ zu verstehen?
Auf den Seiten niederländischer Samenzüchter befinden sich Gewichtsangaben von bis zu 800gr / Pflanze im südländischen Freilandanbau. Ein Züchter in Alaska, der legale Anbaulizenzen für Cannabispatienten verwaltet, wirbt damit bis zu 1,2kg / Pflanze und 2 Ernten / Lizenz im Jahr zu erreichen. In „Growerforen“ finden sich Berichte die bis zu 500gr / Pflanze erreichen. Es sind wohl spezielle Vorrichtungen und Anbaumethoden notwendig um diese Werte bei nur einer Pflanze zu erreichen – aber es geht – und eine Pflanze bleibt nun mal eine Pflanze.

So schwankt also die Menge an Cannabis die man als erwachsene Person in Belgien legal, bzw. geduldet, besitzen und behalten darf zwischen 0gr und ~1200gr.
Maximal 3gr wenn die Herkunft nicht von einer eigenen einzelnen Pflanze stammt – und eine quasi beliebige Menge wenn sie von einer einzelnen eigenen Pflanze stammt.

„Quasi beliebige Menge“ finde ich eigentlich gut. Denn das bietet starken Konsumenten und große Mengen benötigenden Patienten ausreichend „Raum“, ohne Cannabis aus kriminellen Strukturen, auskommen zu können – zumindest für einen immer wieder lang unterbrochenen Zeitraum in dem keinerlei legaler Besitz von konsumierbarem Cannabis möglich ist.

Warum ein „immer wieder lang unterbrochener Zeitraum“?
Wenn ein Konsument beschließt, sich unabhängig von krimminellen Dealern, selbst versorgen zu wollen setzt er einen Samen in die Erde. Ab dem Keimungszeitpunkt besitzt der Konsument eine Pflanze – das ist geduldet. Zusätzliches, bereits konsumierbares Cannabis bleibt ihm jedoch verwährt – denn dann hätte er ja eine Pflanze UND noch etwas „aus nicht eigener einzelner Pflanze“ – das ist verboten. Rund ein halbes Jahr lang muss der Konsument jetzt warten bis seine Pflanze ausgewachsen und konsumierbar ist. Solange diese Pflanze nicht völlig verbraucht (sprich konsumiert) ist, besitzt der Konsument die in der Richtlinie geduldete Menge von „höchstens einer Pflanze“. Erst wenn diese Menge auf Null gegangen ist, kann der Konsument wieder eine neue Pflanze beginnen wachsen zu lassen…
Egal wie wir es drehen und wenden… ein Konsument alleine kann sich auf einem geduldeten Weg niemals durchgängig versorgen – AUSSER er kauft immer Mengen kleinergleich drei Gramm aus illegaler Quelle.
JA! Für den Konsumenten geht eine durchgängig geduldete Versorgung einzig und allein über den Weg, sich konsequent und ausschließlich aus krimineller Quelle mit Mengen kleinergleich drei Gramm zu versorgen.
Hätte der Gesetzgeber eine Pflanze im „konsumfähigen Zustand“ UND eine Pflanze „in Vorbereitung zur Konsumfähigkeit“ zugestanden – wäre dem Gesetzgeber wirklich daran gelegen gewesen den einfachen Konsumenten von den Dealern zu trennen. Woran ist dem Gesetzgeber gelegen gewesen als er dem Konsumenten nur mit den „3gr aus beliebiger/krimineller Quelle“ einen praktikablen Weg mitgab? Keine Ahnung! Vergessen hat der Gesetzgeber auf jeden Fall das wahre Kriminelle mit dieser Reglung Zulauf statt Umsatzeinbußen erfahren.

 

„Streicheleinheiten“ für „die Kiffer“?!

Wie liest sich eigentlich aus dem Blick eines „Kiffers“ das was ich bisher, rund um das von mir vorgeschlagene „Cannabisabgabemodell für die DG“, geschrieben habe?

Bis hierher muss der Konsument sich also erst einmal bei einem Notar registrieren – rund 75€ könten einmalig fällig werden – der Konsumentenname „verschwindet“ man wird zur Nummer und bekommt eine elektronische „ID-Karte“ mit Pin.
Ab dann wird der Konsument mit versiegelten und auf seine ID registrierten Transportverpackungungen konfrontiert welche er nur in seinem privaten Umfeld öffnen aber danach nicht mehr in die Öffentlichkeit tragen darf.

Mit der Coffeeshop“romantik“ in den Niederlanden hat das natürlich nur sehr wenig zu tun und eine Registrierung als „Kiffer“ und damit einhergehende potentielle Stigmatisierung ist den Konsumenten grundsätzlich zu tiefst zu wider – die Niederländischen Versuche mit einer nicht anonymisierten Registrierung sind deswegen kläglichst gescheitert.
Darum möchte ich die Zuordnungsfähigkeit zum Realnamen einzig in die Hände eines Notars geben. Sollte die Polizei suspekte Verpackungen finden wird der Notar natürlich die Zuordnung zum Namen herstellen. Bei korrekt versiegelten und mit der zugehörigen ID-Karte transportierten Verpackungen wird die Polizei hingegen auf das einfache Protokoll verzichten können – da im Zweifel die Zuordnungsfähigkeit über den Notar ja gegeben wäre.

Eines dürfen die „Kiffer“ bitte nicht aus den Augen verlieren! Mein Plan der DG einen Weg aufzuzeigen wie man der Organisierten Drogenkriminalität das Brot und die Butter nehmen kann basiert auf existierenden Gesetzen bzw. Anweisungen. Ich möchte keine Gestze ändern! „Ich“ möchte möglichst verbindliche Absprachen mit denen treffen die die Gesetze machen und überwachen.
Insbesondere das Prokurat muss an die absolut alleräusserste Grenze dessen gehen was die Richtlinien hergeben könn(t)en. Ich möchte gegenüber dem „Staat“ ein möglichst wasserdichtes System „entwickeln“ bei dem der „Staat“ sich sicher sein kann nicht „versehentlich“ zum Mittäter bei einem eventuellen Missbrauch zu werden. Das lässt sich nur erreichen wenn der „Staat“ die maximale Macht in dem ganzen System bekommt und jedes einzelne Gramm lückenlos nachverfolgt werden kann.
Wenn ihr „Kiffer“ möglichst schnell ein gesellschaftliches und politisches Umdenken erreichen wollt müsst ihr bereit sein innerhalb der exitierenden Gesetze „alles zu geben“ und der Gesellschaft und Politik vorleben, das ihr wirklich ein normaler Teil der Gesellschaft seid und auch unter einem strengen Regulierungsmodell lieber ein Teil der Gesellschaft bleibt statt Teil der Finanzierung krimineller Organisationen zu sein!

Ach ja „Streicheleinheiten“…
Es gibt ein absolutes NoGo.
Im Niederländischen, aber auch in Uruguay bekannt als „15%-Grenze“ und „Staatswiet“ bzw. „McDope“.
Bei der Notariellen Anmeldung zum System kann jeder Konsument seine favorisierten Sorten angeben – aus diesen Informationen werden mind. die 10 beliebtesten Sorten als Basissorten angebaut werden – regelmäßige Umfragen an den Abgabestellen ergänzen/verändern das Angebot gemäß den Konsumentenwünschen!
Wie sich Politiker erdreisten können entgegen wissenschaftlichen Empfehlungen den Konsumenten „kastriertes Einheitsgras“ verkaufen zu wollen – zeigt auf erschreckende Weise wie weit weg die Politik in diesem Thema doch vom echten Leben entfernt ist.

 

Abgabestelle = Coffeeshop ?

Nein.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen (Richtlinie vom 25.01.2005) bieten keinerlei Spielraum einen Ort zu schaffen an dem Horeca und Cannabishandel oder/und Horeca und Cannabiskonsum  miteinander einher gehen könnten. Selbst für, als ‚Privatclub‘ deklarierte, „Konsumräume“ sehe ich unter der derzeitigen Rechtslage schwarz.
Grundsätzlich bin ich GEGEN „optisch attraktive“, sich im gemeinschaftlichen Lebensraum befindende,  „Coffeeshops“.

Abgabestellen hingegen muss es geben. Diese müssen gut erreichbar sein (der Mafiadealer darf nicht aufgrund von Entferungsvorteilen attraktiver für die Konsumenten sein). Die Abgabestellen sind aber nicht in der Nähe von Schulen und liegen auch nicht an den „Fußverkehrswegen“ von Kindergärten, Spielplätzen, Einkaufszentren. An diesen Abgabestellen kann nur mit gültiger Lizenz Cannabis bezogen werden. Das Cannabis wird dort versiegelt abgegeben. Bei der Abgabe an den Konsumenten wird dem Siegel die Lizenznummer hinzugefügt. Das Siegel darf in der Öffentlichkeit nicht gebrochen werden. Unversiegeltes Cannabis darf den privaten Bereich nicht mehr verlassen.

Die Polizei kann bei einem Cannabisfund in Sekundenschnelle erkennen ob es sich um einen Teilnehmer am „CannabisAusDerDG“-Projekt handelt und ob sich dieser an die Regeln hält. Nichtteilnehmern bleibt der Zugang zum „DG-Cannabis“ verwehrt. Nichteinwohnern der DG sowieso.

In diesem Artikel gibt es ein paar mehr Eckdaten zu dem was ich mir vorstelle…

 

 

Erste Eckdaten

Einige Eckdaten meines geplanten Regulierungsmodells für die Deutschsprachige Gemeinschaft basierend auf dieser Richtlinie vom 25.01.2005.

Ein Notar verwaltet die Personengebundenen, für eine Pflanze gültigen, Lizenzen. Die Zuordnung von Lizenznummer zur realen Person kann nur bei diesem Notar erfolgen.

Personen ab dem vollendeten 21. Lebensjahr erhalten eine „volle Lizenz“. Junge Erwachsene zwischen dem vollendeten 18. und 21. Lebensjahr erhalten eine „1/3 Lizenz“. Die Inhaber einer Volllizenz können maximal 3 Gramm täglich beziehen, die Inhaber einer Drittellizenz dementsprechend max. 1 Gramm täglich.

Im Anbaubetrieb wird für jede Volllizenz und je angefangene drei Drittellizenzen maximal eine Pflanze angebaut oder geerntet oder getrocknet oder für die Abgabe vorgehalten. Eine Pflanze gilt erst dann als nicht mehr existierend, wenn von der Abgabestelle der vollständige Verbrauch gemeldet wird – erst dann darf der Anbaubetrieb einen neuen Setzling erzeugen oder Samen einpflanzen.
Anbaubetrieb, Abgabestelle, Prokurat und Polizei besitzen tagesaktuelle Informationen über die gültigen Lizenznummern. Polizei, Prokurat und Abgabestellen besitzen jederzeit die Möglichkeit eine Lizenz für ungültig zu erklären. Unabhängig davon ob diese Ungültigkeit zeitlich befristet oder dauerhaft sein wird muss der Anbaubetrieb daraufhin eine Pflanze vernichten. Pflanzen welche auf Basis  von Drittellizenzen angebaut werden müssen erst bei erlöschen der letzten Lizenz vernichtet werden.

Die Örtlichkeit des Anbaubetriebes ist nicht Öffentlich. Oberste Schlüsselgewalt und Vetorecht bzgl. der dort arbeitenden Personen besitzen Polizei und Prokurat. Alle Bereiche des Anbaubetriebes werden der Polizei sowohl Visuell als auch technisch Remoteadministrierbar vollumfänglich 24/7 zur Verfügung gestellt.

Der gesamte Prozess vom Anbau bis zur Abgabe sollte wissenschaftlich und soziologisch von einer interessierten Universität begleitet werden. Wenn die Polizei die Möglichkeiten zur forensischen Erfahrungserweiterung nicht nutzen würde wäre sie selbst Schuld.

Eigentlich sollte man jetzt schon recht deutlich erkennen, das ich keinen Cannabis Social Club gründen will, der irgendwie am Rand der Duldungsmöglichkeiten funktioniert und ähnlich wie Trekt Uw Plant mehr vor Gericht prozessieren muss als das er seinen Mitgliedern eine kontinuierliche Versorgung gewährleisten könnte – aber nur die Kontinuität ist es, die der Organisierten Kriminalität auch wirklich das Wasser abgraben könnte. Das brechen oder auch nur beugen von Gesetzen, ist mir absolut fern – denn das was ich vorschlage bekommt so oder ähnlich irgendwann sowieso den breiten „Segen“ von Gesellschaft, Prokurat, Polizei und den Konsumenten… das ist sicher. Die Frage wird dann nur sein ob die DG bis dahin diese Gelder und Arbeitsplätze der Organisierten Kriminalität oder den Steuern zahlenden Bürgern gegeben hat. Ob die DG fremde Technik und Know How dann importieren muss – oder ob die DG dann Know How und Technik exportieren kann.

Vor den Kopf stossen, bzw. auf’n „Sack“ gehen..

Da ich mit meinen Kommentaren im Grenzecho und BRF ziemlich oft normalen Menschen vor den „Kopf stosse“ will ich gleiches jetzt mal mit dem Gros der Cannabiskonsumenten machen.

Seit 1981habe ich Familiär bedingt engsten „Kontakt“ zu Cannabis. Im Kern sind es im Laufe der Zeit und angeheirateten Familien drei Personen geworden, die mehr oder weniger „erfolgreich“ sehr intensive Karierren mit dem Konsum Hanf aufweisen können. Mit diesen drei Personen komme ich sehr gut klar, mit 90% ihrer Kollegen, die ich im Laufe der Jahre kennen lernen durfte, aber ÜBERHAUPT NICHT!
Diese 90%, zu denen Du, wenn Du Leser ein Kiffer bist, mit hoher Wahrscheinlichkeit gehörst, sind ebenso uninteressant wie Stammtischparolen schwingende Biertrinker und somit das letzte was ich in meinem privaten Umfeld um mich herum haben möchte.
Auch dieses Blog hier ist nicht den Konsumenten gewidmet. Es ist kein Ort um „dicht“ vorm Monitor Frust abzulassen, Parolen zu schwingen, Cannabis zu verklären usw. usf.
Ich bin weder eure „Vertrauensperson“, noch der „Messias“ oder ähnliches. Ich wünsche keine „wir müssen uns kennen lernen“ Mails oder konspirativen Gespräche bei denen „man das mal in Ruhe besprechen kann“ usw. usf.

Ich suche den Kontakt zur gesamten Gesellschaft und zu allen Mitmenschen – insbesondere denen die sich nicht vorstellen können, das es besser ist Cannabis mit staatlichen Mitteln zu regulieren statt den Großteil der Macht in kriminelle Hände abzugeben.
Ich wünsche insbesondere Kontakte zu Politik, Polizei, Staatsanwaltschaft, Presse, Eltern, etc. Bevor unter diesen „Gruppen“ kein Konsens erzielt wurde das der aktuelle Zustand unvernünftig ist und wenn möglich geändert werden sollte – spielen die konkreten Bedürfnisse und Wünsche der Konsumenten noch eine Nebenrolle.

Ich bin sicher in meinen Vorschlägen für einen Modellversuch auf Basis dieser Gesetzeslage auch die Interessen aller Konsumentengruppen gut genug zu brücksichtigen. Konsumenten- bzw. Patientenproteste trotz Legalisierung wie in Colorado und Uruguay – oder die Ängste Niederländischer Konsumenten vor charakterlosem „Staatswiet“ wird es mit mir nicht geben!

 

Die Regeln für Cannabis in Belgien

Gemeinsame Richtlinie der Ministerin der Justiz und des Kollegiums der Generalprokuratoren über die Feststellung, Registrierung und Verfolgung von Verstößen in Sachen Cannabisbesitz.

Das ist die Basis auf derer ich glaube eines der vernünftigsen Regulierungsmodelle, welches innerhalb eines existierenden Rechtsrahmens realisiert werden kann, für die DG und damit Beispielhaft für ganz Belgien anbieten zu können.

Trekt Uw Plant oder der MamboSocialClub versuchen auch auf dieser Rechtsbasis eine Versorgung ihrer Mitglieder zu organisieren.
Ich habe sehr viele Kritikpunkte an deren Form mit unserer Gesetzgebung umzugehen und lehne diese rein Konsumentenorganisierte Form von CannabisSocialClubs strikt ab. Wo bleibt der Staat? Wo bleibt die Öffentlichkeit? Wo sind die Kontrollinstanzen?

Ich werde ein Modellprojekt für Ostbelgien vorschlagen, bei dem der erste Samen erst gesät wird, nachdem Öffentlichkeit, Konsumenten, Politik, Prokurator und Polizeizone ihren Segen gegeben haben.

Zentraler Gewinner dieses Systems wird die nicht Cannabis konsumierende Bevölkerung sein. Ein massiv vermindertes Cannabisangebot für Minderjährige und garantierte Umleitung aller Gewinne, in Projekte von Gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Um welche Beträge es da in etwa geht kann man hier erahnen, wobei man bei diesen Zahlen bedenken muss, das der Staat dort „nur“ durch Steuern beteiligt ist. Von den produktiven Gewinnen hingegen sieht die Gesellschaft nur wenig – das lässt sich besser organisieren!

Link

Wie der Staat Millionen mit Drogen verdient – STERN.

134 Millionen geschätzte Steuereinnahmen in den nächsten 12 Monaten.
Rund 40 Millionen Ersparniss bei der Kriminalitätsbekämpfung.
10.000 Arbeitsplätze.
Deutlich sinkende Kriminalitätsrate.

Colorado hat halb so viele Einwohner wie Belgien und 1/16 der Einwohner Deutschlands. In der Deutschsprachigen Gemeinschaft wiederum leben 1,5% der Einwohner Colorados.
Eine 1:1 Umrechnung der Werte aus den USA, incl. Umrechnung in Euro ergäbe:

Belgien: 178 Millionen Steuern, 60 Millionen Strafverfolgungsersparnis, 20.000 neue Arbeitsplätze.

DG: 1,5 Millionen Steuern, 450.000 Strafverfolgungsersparnis, 150 neue Arbeitsplätze.

Deutschland: 1,6 Milliarden Steuern, 960 Millionen Strafverfolgungsersparnis, 160.000 neue Arbeitsplätze.

Man darf nicht vergessen, das derzeit alle Werte,  die in der Summe deutlich über den oben genannten Beträgen liegen, unversteuert in die Hände krimineller Organisationen fließen.

Zum Beispiel… die „handfeste“ Basis für persönliche Diffamierung.

Mitunter gerate ich unter ziemlichen Beschuss, wenn ich in den Ostbelgischen Medien Kommentare schreibe.
Der Kommentar von Herrn Brochant auf meinen Kommentar zu diesem Artikel aus dem Grenzecho vom 03.07.2014 ist ein Paradebeispiel und soll mir Gelgenheit geben noch etwas mehr über meine Person zu erzählen.

Da ich mir laut Herrn Brochant schon „so die Birne weggekifft habe“, das ich „nichts mehr merke“ oder alternativ „einfach nur doof“ bin stellt sich die Frage woher nimmt Herr Brochant die Gewissheit, das seine Aussagen auch in der Realität Bestand haben?

Ich bin 1967 geboren. Nahtlos an die Schule anschließend war ich seit 1985 noch keinen Tag arbeitslos und befinde mich seit 19 Jahren in einer leitenden Tätigkeit eines Mittelständischen Unternehmens. Meine älteste Tochter macht mich in rund zwei Monaten zum Großvater und auch meinen beiden anderen erwachsenen Kindern geht es prächtig. Das Haus in Deutschland ist abbezahlt. Und die Immobilie in Belgien steht auf einer grundsoliden Finanzierungsbasis. Keine Vorstrafen, keine Führerscheinentzug – Nichts.
Selbst wenn ich ein „Dauerkiffer“ wäre, so hätte ich damit niemandem einen Schaden zugefügt, da sogar meine letzte Krankschreibung weit über 10 Jahre zurück liegt.

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist klein und auch ich wohne jetzt schon etwas länger hier. Sollte Herr Brochant an den „kulturellen Ereignissen“ des Eupener Raums teilnehmen, werden sich unsere Blicke in den letzten Jahren vermutlich schon mehr wie einmal getroffen haben – und das letzte was er in mir vermutet haben wird ist ein „abgefuckter Kiffer“ – denn ich sehe nicht nur nicht so aus… ich bin faktisch auch nicht „der mit der weggekifften Birne“.

Meine Motivation die Gesamtgesellschaftlichen Problematiken die mit Drogen einhergehen so massiv anzusprechen ist insbesondere Schaden von der NICHT „kiffenden“ Gesellschaft abzuwenden! Beruflich beschäftige ich mich vorwiegend mit Prozessoptimierung. Von der Analyse existierender Produktionsabläufe bis hin zur völligen Neu- und Umkonzeptionierung von Arbeitsabläufen und den daran beteiligten Produktionskomponenten.
Wenn ich mit gleichen analytischen Verfahren an den Fluss von Geldmitteln in die Organisierte Kriminalität herangehe, wie ich an den Fluss vom Rohmaterialien hin zum fertigen Produkt gehe, komme ich zu dem Schluss „da läuft was grundverkehrt“. Wenn ich dann weiter den Gesellschaftlichen Kostenfluss im judikativen und exikutiven Bereich betrachte, wird das eh schon Grundverkehrte noch viel unfassbarer.

Dieses „Grundverkehrte“ das möchte ich der Gesellschaft in die meine Enkel wachsen werden ersparen. Ich bin definitiv nicht als Konsument angetrieben. Meinen Mitmenschen die verrherenden Gesellschaftlichen Auswirkungen der gegebenen Drogenpolitik näher zu bringen um letztendlich weniger Drogen an Schulen und mehr Polizei gegen Einbrüche zu haben – DAS ist meine Motivation. Und weil es nicht sein kann, das ich seit 19 Jahren einen intellektuell hochanspruchsvollen Job erfolgreich begleite, von den Azubi´s nur „Lexikon“ genannt werde und mich dann bei den Gesellschaftlichen  Ursache-und Folgeprinzipien von Drogen total verkalkuliere… mach ich jetzt in Ostbelgien das was kein anderer Macht – „Den Finger in eben diese äußerst unpopuläre Wunde stecken“. Ich bin mir absolut sicher die Argumente auf „meiner Seite“ zu haben. Meine grundsätzliche Meinung lässt sich wissenschaftlich schlüssig belegen. Meine spezielle, persönliche Meinung  ist äußerst fundiert und kollidiert häufiger mit der Konsumentenseite denn mit dem gesunden Menschenverstand.

Zu guter Letzt möchte ich nicht vorenthalten, das es natürlich auch eine starke „persönliche“ Komponente in meinem Anliegen gibt. Wer einem so großen, Nationenübergreifenden Familienverbund wie ich angehört hat schon rein statistisch den ein oder anderen „Drogi“ in der Familie. Und ein jeder „Drogi“ ist das Kind seiner Eltern und somit Teil einer ganz normalen Familie – welche wiederum Teil dieser Gesellschaft ist.